Rektor der St. Petersburger Bergbauuniversität erhielt Ehrenpromotion

Prof. Wladimir Stefanowitsch Litwinenko (c) TU Bergakademie Freiberg/ Eckardt Mi
Prof. Wladimir Stefanowitsch Litwinenko erhielt heute die Ehrenpromotion der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau der TU Bergakademie Freiberg für seine besonderen wissenschaftlichen Verdienste.

Prof. Wladimir Stefanowitsch Litwinenko wurde heute die Ehrenpromotion der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau der TU Bergakademie Freiberg für seine besonderen wissenschaftlichen Verdienste überreicht. „Dadurch wird die intensive und fruchtbare Zusammenarbeit beider Universitäten gestärkt und ein wichtiges Signal für zukünftige Projekte gesetzt“, so Rektor Prof. Bernd Meyer.

„Die Ehrenpromotion ist, wenn man so will, krönende Würdigung des ersten Repräsentanten und Wissenschaftlers der in Russland führenden Bergakademie, der St. Petersburger Bergbauuniversität. Zugleich zeichnen wir heute den Mann aus, der die intensive und fruchtbare Zusammenarbeit unserer beiden Universitäten und die wissenschaftliche Kooperation im Rohstoffbereich antreibt. Mit großer persönlicher Energie hat er sie auf ein neues, hohes Niveau gebracht und wird auch in Zukunft daran festhalten“, betonte der Rektor der Freiberger Ressourcenuniversität Prof. Bernd Meyer. 

Gleichzeitig wird mit der Auszeichnung auch die internationale Universitätspartnerschaft gewürdigt. Bereits seit 240 Jahren verbindet die TU Bergakademie Freiberg und die St. Petersburger Bergbauuniversität „Gorny“ eine enge Kooperation. Die Wissenschaftskooperation zwischen Sachsen und  Russland beginnt mit dem berühmtesten russischen Universalgelehrten Michail Lomonossow. Der junge Lomonossow wurde von der St. Petersburger Akademie der Wissenschaften zunächst nach Marburg und von 1739 bis 1740 nach Freiberg geschickt. Hier studierte er im Metallurgischen Laboratorium von Prof. Henckel Mineralogie, Bergbau und Hüttenwesen.

In den letzten 15 Jahren erleben die Beziehungen zwischen der Bergakademie Freiberg und der Nationalen Universität für mineralische Ressourcen „Gorny“ eine neue Qualität. Im Jahr 2006 etwa haben beide das Deutsch-Russische Rohstoffforum und sechs Jahre später das Weltforum der Ressourcenuniversitäten gegründet. Mit finanziellen Mitteln der St. Petersburger Bergbauuniversität konnte im Februar dieses Jahres das Lomonossow-Haus in Freiberg fertiggestellt und eingeweiht werden. Auch auf studentischer Ebene findet ein reger Austausch zwischen den Universitäten statt. Aktuell studieren 57 Studenten aus Russland in Freiberg, das ist die zweitgrößte Studierendengruppe an der Bergakademie. Erst im April waren 27 junge Wissenschaftler aus Freiberg zu einer internationalen Konferenz in St. Petersburg zu Gast – zurzeit weilen 69 Studenten und Promovenden aus Russland beim 9. Freiberg-St. Petersburger Kolloquium junger Wissenschaftler in Freiberg. 

Prof. Wladimir Litwinenko wurde 1955 geboren. Nach seiner Promotion im Bereich der technischen Wissenschaften war er lange Zeit Prorektor des St. Petersburger Bergbauinstituts, bevor er 1994 zu dessen Rektor ernannt wurde. Er ist ordentliches Mitglied der Internationaler Akademie der Wissenschaften sowie Mitglied der Russischen Akademie der Naturwissenschaften, hat 28 Patente und Erfindungen zu verzeichnen und mehr als 150 wissenschaftliche Beiträge geschrieben. In den vergangenen Jahren konzentriert er sich verstärkt auf das Thema der effizienten Nutzung der Rohstoffe Russlands.

Link zum Mitschnitt der Veranstaltung vgl. http://www.youtube.com/watch?v=7plWzhA_8oc

Die Veranstaltung in russischen Medien:

http://www.spravda.ru/news/29269.html
http://sovetrectorov.ru/3566
http://utimenews.org/ru/page/101242 
http://sanktpeterburg.bezformata.ru/listnews/rektor-gornogo-universiteta-stal/21107575/


Fotos © TU Bergakademie Freiberg / Eckardt Mildner