Racetech Racing Team stellt neuen Rennwagen vor

Der Rennwagen RT14 nach der Enthüllung
2019 gelangte das Racetech Racing Team der TU Bergakademie Freiberg auf Platz 4 der Formula Student Electric Weltrangliste. Nun konnte das Team mit dem RT14 am 02. Juli 2021 seinen mittlerweile 14. Rennwagen enthüllen.

Der studentische Verein, bestehend aus acht Modulen (Aerodynamik, Antrieb, HV- und LV-Elektronik, Fahrwerk, Management & Marketing, Rahmen und Simulation) mit Studierenden der verschiedensten Studiengänge, präsentierte bei seinem digitalen Rollout den neuen Elektroboliden RT14. Aufgrund der Coronapandemie konnte dieser nicht wie sonst üblich in einem Jahr fertiggestellt werden, sondern wurde über zwei Jahre weiterentwickelt und gefertigt. Mit dem RT14 implementiert das Team erstmals einen Allradantrieb im Fahrzeug, um auch weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wie Racetech mitteilt, lag der Entwicklungsfokus zudem auf der Aerodynamik und einem zuverlässigen Gesamtfahrzeug. Neben dem RT14, mit dem die Studierenden die diesjährigen internationalen Wettbewerbe bestreiten wollen, wurde auch das Projekt Driverless vorgestellt. Mit dem RT11 aus der Saison 2016/17 wollen die Mitglieder die neue Technik testen und Erfahrungen sammeln, um in Zukunft mit einem autonom fahrenden Rennwagen an den Wettbewerben teilnehmen zu können.

Technische Merkmale des RT14:

  • Motoren: selbstentwickelte Radnabenmotoren mit einer Leistung von 37 kW und einem Drehmoment von 31 Nm
  • Leistungselektronik: 2 Lenze-Schmidhauser Doppelinverter 60kW im selbstentwickelten Feingussgehäuse
  • Fahrdynamikregelung: Torque Vectoring (mit Gierratenregelung), Einschätzung des Fahrzeugzustandes, Traktionskontrolle, Reichweitenregelung und Leistungsherabsetzungs- sowie Ausfallsicherheit
  • Akkumulator: Gesamtkapazität von 6.9kWh, 596V Maximalspannung, 284 Lithium-Polymer-Zellen in einer 142s2p Verschaltung
  • Aerodynamik: Optimierung der Monocoque-Form für maximale Seitenflügel-Fläche und Unterbodenabtrieb, Radabdeckungen, Bargeboards und vollständig abgedecktes vorderes Fahrwerk zur Kontrolle der Radumströmung und Reduzierung der Lenkwinkelsensitivität, Frontflügel und Anbindung für Queranströmung optimiert
  • Radträger: topologieoptimierte DMLS-Struktur aus hochfestem Aluminium (Vorderachse)/ Feingussstruktur aus AlSI7MG0.6 (Hinterachse), integrierte Getriebeaufnahme und Motorkühlung
  • Feder-Dämpfer-System: Hub-Roll-entkoppeltes System mit Luftfeder beim Rolldämpfer, über Pushrods aktuiert
Fragen beantwortet / Contact: 
Lara Windler, E-Mail: lara.windler@racetech.tu-freiberg.de