Racetech Racing Team erhält Stiftungsmittel für neuen Rennwagen

Die Mitglieder des Racetech Racing Teams ...
Ein erfreuliche Nachricht erreichte das Racetech Racing Team der TU Bergakademie Freiberg kurz vor dem Jahreswechsel: Die Stiftung „Technische Universität Bergakademie Freiberg“ gewährt dem studentischen Verein erneut einen großen finanziellen Betrag. „Wir wurden schon in den beiden Jahren davor vom Stifterrat großzügig unterstützt und freuen uns sehr über das Vertrauen, das uns von Seiten der Universität für unser Projekt entgegen gebracht wird“, berichtet die neue Teamleiterin Rebekka Lange.


Vorausgegangen war eine Bewerbung des Racetech Teams um Stiftungsmittel. Seit acht Jahren werden Projekte, die der Förderung von Lehre und Forschung an der Freiberger Universität dienen, unterstützt. „Unsere Bewerbung und sicherlich auch die Erfolge der letzten Saison haben den Stifterrat vom Nutzen unseres Vereins für die Universität überzeugt.“ Der Beitrag der Stiftung ist eine willkommene Hilfe, den neuen Rennwagen RTo5 erfolgreich an den Start zu bringen. Als kleines Dankeschön hatte das Team Rektor Prof. Bernd Meyer, Kanzler Dr. Andreas Handschuh und Schirmherr, Prof. Rudolf Kawalla, Direktor des Instituts für Metallformung, Anfang Januar 2011 in die Fertigungshalle eingeladen. Dort erläuterten einige Mitglieder den Gästen erste Details des neuen Boliden.

Den Stiftungsbetrag wollen die Studenten für die Beschaffung von Bauteilen und Material für den RTo5 einsetzen. „Wir benötigen beispielsweise ein Differentialgetriebe und ein Motorsteuergerät. Mit der finanziellen Unterstützung können wir jetzt einige Teile schon frühzeitig beschaffen und dann die Zeit zum Aufbau intensiv nutzen“, meint Teamleiter Alexander Richter. Der Student des Studiengangs „Fahrzeugbau: Werkstoffe und Komponente“ arbeitete schon am RT04 mit und freut sich, dass wieder viele junge Leute in Team mitwirken. Von insgesamt 47 Mitgliedern sind über drei Viertel das erste Mal beim Konstruieren und Bauen eines Formelrennwagens dabei. „Die Mischung stimmt“, sagt Alexander Richter. „Neben uns Fahrzeugbauern haben wir Maschinenbauer, Gießer, Stahltechniker, Wirtschaftsingenieure und BWLer. Nun kommt es darauf an, alle gemeinsam auf die Anforderungen einzustimmen.“

In den vergangenen drei Monaten widmeten sich die Studenten den Konstruktionsphasen der einzelnen Bauteile. In einem nächsten Schritt gilt es nun am Computer das Gesamtmodell zu erstellen. Ende Januar geht es dann zu Partnern in der Fertigung. Dort müssen die Teile hergestellt werden. Erst danach kann die Montage auf dem Campus fortgeführt werden. Anfang Mai soll dann zum Rollout der RTo5 der Öffentlichkeit und den Sponsoren präsentiert werden. „Bis dahin gibt es aber noch sehr viel zu tun“, weiß Patrick Lippmann aus eigener Erfahrung. Der Student des Fahrzeugbaus im 9. Semester ist ebenfalls schon einige Jahre dabei und erklärt das Besondere am Freiberger Team: „Wir bauen immer ein komplett neues Modell. Natürlich übernehmen wir erfolgreiche Konstruktionsteile und ergänzen dann das technische Knowhow. Aber wir suchen stets nach Verbesserungen, um unseren Rennwagen noch leichter, schneller und zuverlässiger zu machen.“ Die Freiberger RT-Modelle 1 bis 4 sind nicht nur fahrbereit, sondern bei verschiedenen Veranstaltungen der Universität ein begehrtes Objekt. Viele Besucher konnten sogar schon eine Proberunde darin absolvieren.

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Cornelia Riedel