Racetech Racing Team bewährt sich im englischen Silverstone

Das Racetech Racing Team der TU Bergakademie Freiberg hat sich bei dem internationalen Renn- und Konstruktionswettbewerb Formula Student in Silverstone, Zentralengland, bestens bewährt. Erstmals bestand ihr selbst konstruierter Rennwagen in der "Königsdisziplin" Ausdauerrennen. Unter 82 Teams belegten die Freiberger in der Gesamtwertung den 22. Platz. Das Ereignis fand vom 16. bis 19. Juli auf dem legendären Rundkurs zwischen Northampton und Oxford statt.
"Wir freuen uns sehr, endlich einmal in der ′Königsdisziplin′ Endurance/Ausdauerrennen bestanden zu haben. Unser Hauptziel haben wir damit erreicht: Durchkommen! Das ist nun in der Vereinsgeschichte erstmals gelungen", freut sich Teamleiter Clemens Forman.
Wie sich zeigte, können die Wettbewerbe beim Formula Student Wettbewerb in Silverstone abwechslungsreicher sein als echte Formel-1-Rennen. Zunächst müssen die statischen Disziplinen durchlaufen werden. Dazu gehören die technische Abnahme, die Präsentation eines Geschäftsplans und einer Kostenauffstellung und das "Design Event", die Verteidigung der Konstruktion. Spektakulärer sind dann die dynamischen Disziplinen "Acceleration" (Beschleunigung), "Skid Pad" (Fahrwerkstauglichkeit) und "Autocross" (Handling/Geschicklichkeit).
Wer sich vom Geschehen der letzten Tage in Silverstone ein Bild machen möchte, kann dies dank eines Video-Tagebuchs über die Website des Racetech Racing Teams tun.

Noch fährt das wendige Rennauto RT03 nicht zurück in die Garage. Vom 5. bis 9. August wird der Wettbewerb Formula Student Germany auf dem Hockenheimring veranstaltet. Clemens Forman äußert sich zuversichtlich: "Wir haben in Silverstone gesehen, welches Potenzial noch im Auto steckt, das wir definitiv in Hockenheim ausreizen wollen."

Bereits in den zwei Vorjahren erprobte das Racetech Racing Team die Leistungsfähigkeit von Mensch und Material beim den anspruchsvollen Formula Student Germany Wettbewerben. Es gewinnt das Team mit dem besten Gesamtkonzept aus Konstruktion und Rennperformance, Finanzplanung und Verkaufsargumenten. 2007 traten die Freiberger Studenten mit dem ersten Modell ihres Rennautos, dem RT01, auf dem Hockenheimring an. Es scheiterte an einem Detail: Weil ein frischer Fahrer fehlte, wie es das Reglement vorsah, genügte der Punktestand nicht für eine Platzierung. Ein Jahr später fuhr das Team mit dem RT02 den 40. Platz von 78 teilnehmenden Teams ein.

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Clemens Forman