Programmieren leicht gemacht: Preise für Studierende verliehen

Virtuelle Preisverleihung CAVE-Wettbewerb
Zum zweiten Mal hatte Informatik-Professor Bernhard Jung den sogenannten CAVE-Wettbewerb für Studierende ausgeschrieben. Die drei ausgewählten Gewinner erhielten nun je einen Sachpreis – entgegen genommen wurden die Preise jedoch von ihrem jeweiligen virtuellen Avatar.

Studierende aus verschiedenen Fachbereichen, darunter zum Beispiel Geotechnik und Bergbau, Geoökologie oder Wirtschaftsingenieurwesen, besuchen die Lehrveranstaltung „Einführung in die Informatik“. Auf dem Stundenplan steht auch die Programmiersprache Python. „Der Einstieg in die Programmierung fällt nicht allen Teilnehmern leicht“, sagt Florian Richter. „Darum haben wir 2019 den CAVE-Wettbewerb initiiert, bei dem die Studierenden die Lerninhalte praktisch anwenden können“, erklärt der wissenschaftliche Mitarbeiter an der Professur Virtuelle Realität und Multimedia.

Aufgabe der Studierenden war es, ein Python-Programm zu programmieren das in der Lage ist, ein Bild an die Projektionswände des Virtual-Reality-Raums CAVE zu übertragen. Die Herausforderung: Das projizierte Bild soll sich auf vier Projektionsflächen mit einer Ausdehnung von mehr als 40 qm und einer Gesamtauflösung von circa 50 Megapixel verteilen und muss ausschließlich per Programmcode generiert werden. „Die Beurteilung der Einsendungen erfolgte nach der Codequalität und der Ästhetik der Bilder“, erklärt Daniel Eger Passos, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Virtuelle Realität. Ausgezeichnet wurden nun Julius Forberger, Paul Schröder, und Louis Stahl (alle Studiengang Maschinenbau). Als Sachpreis erhielten sie je eine sogenannte Cardboard, mit der die drei Preisträger nun auch zu Hause Virtual-Reality-Anwendungen mit ihrem Smartphone abbilden können.

Da die Preisverleihung aufgrund der Einschränkungen durch die Pandemie nicht in der CAVE selbst stattfinden konnte, haben sich die Initiatoren eine passende virtuelle Umgebung geschaffen: „Mithilfe mehrerer 360° Aufnahmen vom Humboldt-Bau und den drei programmierten CAVE-Szenen konnten sich die Studierenden mit Prof. Bernhard Jung und ihren Übungsleitern als virtueller Avatar treffen und fast wie im wahren Leben kommunizieren“, erzählt Florian Richter.

Über die CAVE

Bei der CAVE handelt es sich um einen Projektionsraum am Institut für Informatik. Dieser ermöglicht das gemeinsame Erleben von Virtual-Reality-Welten. Neben Strömungssimulationen in winzigen Ausschnitten neuer Materialien können hier auch große Geomodelle exploriert oder virtuelle Einfahrten in die Reiche Zeche unternommen werden. Die Freiberger Wissenschaftlerteams können mit dieser Technik ihre Daten und Forschungsergebnisse auf eine neue Weise entdecken.

Die ausgezeichneten Wettbewerbsbeiträge in 360-Grad-Ansicht: