Neuer Rekord: TU Freiberg mit erstmals über 60 Millionen Euro Drittmitteln

In der Magnetron Sputteranlage im Zentralen Reinraumlabor der Universität werden
Noch vor Ende des laufenden Jahres 2014 verzeichnet die Universität einen neuen Rekord bei den eingeworbenen Drittmitteln.

Am 22. Dezember waren es 62,3 Millionen Euro, bis zum Jahresende werden weitere Drittmitteleinnahmen erwartet. Durchschnittlich warb somit jeder Professor der Freiberger Hochschule durchschnittlich 724.400 Euro Drittmittel für das Jahr 2014 ein. 

Das ist eine weitere Steigerung um ca. acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit 58,3 Millionen Euro hat die TU Bergakademie Freiberg bereits im Jahr 2013 mehr Drittmittel eingeworben als je zuvor. Wiederholt konnte die Hochschule im Jahr 2013 mit 671.000 Euro Drittmitteleinnahmen pro Professor deutschlandweit einen der vorderen Plätze belegen. Die Professoren der TU Bergakademie Freiberg zählen seit Jahren zur absoluten Drittmittel-Elite in Deutschland.

Erst kürzlich legte das Statistische Bundesamt die bestätigten Drittmittelzahlen für das Jahr 2012 vor. Danach zählt die TU Bergakademie Freiberg neben der TU München und der RTWH Aachen zur Spitzengruppe. Im Jahr 2012 nahm die Bergakademie insgesamt 643.300 Euro pro Professor ein. Die höchsten Einnahmen verzeichneten die Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik sowie die Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie. Die wichtigsten Drittmittelgeber waren der Bund, das Land Sachsen sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Wirtschaft.

„Hohe Drittmitteleinnahmen bedeuten aber auch, dass wir unseren Studenten beste Bedingungen für ein forschungsbegleitendes Studium bieten können – sowohl während des Studiums als auch bei innovativen Forschungsprojekten, in deren Rahmen sie ihre Abschlussarbeiten anfertigen können“, so Rektor Prof. Bernd Meyer.

Auch im Bereich der Naturwissenschaft steht die Freiberger Universität bei Drittmitteln und der Ermöglichung anwendungsorientierter Grundlagenforschung sehr gut da. So setzte allein die Professur von Prof. Dirk C. Meyer, Direktor des Instituts für Experimentelle Physik, in diesem Jahr 1,78 Millionen Euro für neue Themen u.a. im Bereich der Materialien für die Energiewende oder innovative Datenspeicherung um. Das Institut ist eines der drittmittelstärksten Institute der Universität. „Damit einhergeht die einschlägige Ausbildung junger Nachwuchswissenschaftler, die in der sächsischen Industrie dringend benötigt werden“, betont Prorektor für Strukturentwicklung Prof. Dirk C. Meyer. Etwa 25 Forscher sind Teil seiner Arbeitsgruppe, die aus den Projektmitteln beschäftigt werden. Sie liefern neben ihren Forschungsergebnissen zugleich einen wichtigen Beitrag für die Betreuung der nachfolgenden Studierenden.

Als Drittmittel gelten Einnahmen, die zusätzlich zum regulären Hochschulhaushalt von öffentlichen oder privaten Stellen, wie Unternehmen, eingeworben werden. Sie dienen der Förderung von Forschung und Entwicklung, aber auch der Lehre und  der Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs. Drittmittel können dabei der Hochschule selbst, einer ihrer Einrichtungen, zum Beispiel Instituten, oder einzelnen Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt werden.