Neuer Professor für Technische Mechanik — Festkörpermechanik beginnt seinen Dienst

(v.l.) Prof. Tobias Fieback, Jens Then (amt. Kanzler), Prof. Björn Kiefer, Rekto
Am 1. September erhielt Prof. Björn Kiefer seine Berufungsurkunde von Rektor Prof. Klaus-Dieter Barbknecht. Mit der Professur für Technische Mechanik — Festkörpermechanik vertritt er an der Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik künftig das Grundlagenfach Mechanik.

Der Experte für Festkörpermechanik will eine Brücke zwischen Grundlagenforschung im Bereich der Materialwissenschaften und typischen ingenieurtechnischen Anwendungen schlagen. „Die grundlegend interdisziplinäre Ausrichtung der Mechanik erlaubt es, moderne Herausforderungen der Materialmodellierung in Zusammenarbeit mit Kollegen der Ingenieursdisziplinen sowie anderer Fachrichtungen wie angewandte Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik oder Geowissenschaften zu erforschen“, erklärt Prof. Björn Kiefer. Ein Beispiel für die fachübergreifgende Forschung seien sogenannte „Smart and Functional Materials“, Materialien, die aufgrund spezieller multiphysikalischer Effekte Energiespeicherungs- und Umwandlungseigenschaften aufweisen. 

Ein zentraler Schwerpunkt der Professur ist die Modellierung und Simulation des Deformationsverhaltens von Festkörpern. Dafür soll ein virtuelles Labor eingerichtet werden, in dem sich Materialeigenschaften künftig bereits vor der Herstellung simulieren, untersuchen und idealerweise maßschneidern lassen.

Einen besonderen Fokus legt Prof. Kiefer zudem auf die Grundlagenausbildung der Studierenden. „Ich sehe es als eine meiner zentralen Aufgaben an, den Studierenden die Wichtigkeit und Aktualität des Faches Mechanik zu vermitteln und sie möglichst früh in die Lehr- und Forschungsaktivitäten des Instituts für Mechanik und Fluiddynamik einzubinden“.

Vor seinem Ruf an die TU Bergakademie Freiberg arbeitete Prof. Björn Kiefer sechs Jahre lang als Juniorprofessor für ”Mechanics of Functional Materials“ an der TU Dortmund. In Freiberg übernimmt er nun die Nachfolge von Prof. Meinhard Kuna.