Neuer Professor für Gusswerkstoffe und Gießverfahren

Prof. Michal Szucki bei seiner Berufung Ende November 2020.
Anfang Dezember begann Prof. Michal Szucki seine neue Tätigkeit am Gießerei-Institut als Tenure-Track-Professur für Gusswerkstoffe und Gießverfahren. Bevor er dem Ruf nach Freiberg folgte, war er Assistenzprofessor an der AGH University of Science and Technology in Krakau.

Der 37-jährige untersucht und simuliert Gieß- und Formgebungsprozesse und greift dabei beispielsweise auf die numerische Modellierung mittels CFD-Simulation zurück. Aktuelle Forschungsgebiete des jungen Professors sind unter anderem die Modellierung der Herstellung von Metallmatrix-Verbundwerkstoffen sowie die Entwicklung von industriellen Hybrid-Guss-Umformprozessen.

An der TU Bergakademie Freiberg steht für Prof. Michal Szucki die Etablierung einer Forschergruppe zur Automatisierung und Simulation von Gießerei-Prozessen im Vordergrund. Dazu möchte er auch neue Lehrinhalte für die Studierenden erarbeiten, die die Verwendung digitaler Tools in Forschung, Entwicklung und der Industrie vermitteln. Ein Teil des ersten geplanten  Forschungsprojektes ist auf die ökonomische und ökologische Optimierung der Produktion von Gießereikernen fokussiert.

Mit Prof. Michal Szucki ist die siebte Professur aus dem von Bund und Ländern finanzierten Tenure-Track-Programm besetzt. Ziel der Förderung ist es, junge Nachwuchswissenschaftler/innen an deutschen Universitäten zu halten. Tenure-Track-Professuren sind zunächst für sechs Jahren ausgelegt und enthalten die Option auf eine anschließende Festanstellung. An der TU Bergakademie Freiberg sind im Rahmen des Programms insgesamt acht Stellen auf den Gebieten der Naturwissenschaften, der Mathematik und Informatik, der Material- und Werkstoffwissenschaften sowie der Geowissenschaften eingeplant.

Das Tenure-Track-Programm

Deutschlandweit fördern Bund und Länder 1.000 zusätzliche Tenure-Track-Professuren an 75 Hochschulen. Für das bis zum Jahr 2032 laufende Nachwuchsforscherprogramm steht ein Fördervolumen von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung.