Neuer Diplom-Studiengang Nanotechnologie zwischen High Tech und hohem Praxisbezug

Ab dem kommenden Wintersemester wird der Studiengang an der TU Freiberg angeboten. Einschreibung ab sofort, auch online.

Neuer Studiengang Nanotechnologie: Es ist der einzige Diplom-Studiengang dieser Art in Deutschland – die TU Bergakademie bietet ab dem Wintersemester 2014/15 eine Ausbildung zwischen High Tech und hohem Praxisbezug. Interessierte können sich zulassungsfrei ab sofort bis zum Beginn des Wintersemesters einschreiben, auch online. 

Der Nanotechnologe arbeitet beispielsweise an neuen Sensoren in Automobilzulieferbetrieben, an Beschichtungen von Implantaten in der Medizintechnik, an neuartigen Datenspeichern oder an Fahrassistenzsystemen. Viele Bauteile wie etwa Computerchips oder Sensoren werden zunehmend in miniaturisierter Form benötigt. Die extrem leistungsfähigen Strukturen müssen auf kleinstem Raum entstehen. Dafür braucht es hochpräzise Herstellungs- und Prüfverfahren für die Herstellung der Bauteile. Auch die chemische Industrie, die Halbleiterindustrie oder die Energie- und Umwelt-Branche sind dringend auf Nano-Experten angewiesen, die  sicher und zukunftsweisend mit Nanomaterialien umgehen können. 

"Das Besondere an diesem Studiengang ist, dass er interdisziplinär und technologisch orientiert ist. Das bietet unseren Absolventen später viele Einsatzmöglichkeiten“, betont Prof. Yvonne Joseph als Studiengangverantwortliche. Der Diplomstudiengang "Nanotechnologie“ vermittelt breite physikalische, chemische und materialwissenschaftliche Grundlagen sowie vertiefte Spezialkenntnisse über technologische Anwendungen von Nanomaterialien. Der ausgebildete Diplomingenieur "Nanotechnologie“ kann in allen Bereichen der Forschung, Entwicklung, Fertigung und Qualitätssicherung von nanotechnologischen Anwendungen eingesetzt werden. 

"Zukünftig wird immer mehr Forschung in kleinsten Dimensionen betrieben werden. Deshalb ist es wichtig, die Prozesse in dieser Größenordnung zu verstehen und anwenden zu können. Der Studiengang verknüpft bestens die Vermittlung von Theorie und praktischem Verständnis“, erzählt Studentin Nicole Cieslak, die in einer Studienkommission den neuen Studiengang mit vorbereitet hat. 

Im Hauptstudium vertiefen die Studenten ihre Kenntnisse durch anwendungsbezogene Wahlpflichtmodule wie nanoelektronische Bauelemente, Sensoren oder Energiespeicher und eine individuelle Spezialisierung etwa auf Biosensorik oder Nanoanalytik. 

Nanotechnologie verbirgt sich überall im Alltag – von der Wasserflasche, aus der man trinkt, über die Brille, die man trägt, bis hin zu den Geldscheinen, mit denen man bezahlt – all das wird von Nanotechnologie beeinflusst. Die Nanotechnologie liefert wertvolle Beiträge zu Gesundheitsfragen, Umweltschutz, Energieversorgung und vielem mehr.  

Fragen beantwortet / Contact: 
Dr. Christiane Oestreich, Tel. -2601