Neuer Botschafter Mosambiks besucht TU Freiberg

Rektor Prof. Dr. Barbknecht (links) heißt den Botschafter willkommen
Bei seinem Besuch am 10. Juli an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg informierte sich der mosambikanische Botschafter, S. E. Sérgio Nathú Cabá, über das Studien- und Forschungsangebot und knüpfte in Gesprächen an die bereits vorhandene Kooperation an.

Sérgio Nathú Cabá ist seit Mai 2019 Botschafter von Mosambik in Berlin. Während seines Besuchs wurde unter anderem zusammen mit Prof. Dr. Carsten Drebenstedt die Fortsetzung der erfolgreichen Kooperation thematisiert. Auch ein Treffen mit den mosambikanischen Studierenden in Freiberg stand auf dem Programm. Auf diese Weise bekam der Botschafter ganz persönliche Einblicke in die attraktiven Lernbedingungen an der Universität und das Leben in der Stadt Freiberg. Zum Abschluss trug er sich in das Ehrenbuch der TU Freiberg ein.

Mosambik hat eine besondere Beziehung zur Internationalen Ressourcenuniversität in Freiberg. Derzeit sind 25 Studierende aus dem Südostafrikanischen Land an der TU Bergakademie Freiberg. Zusätzlich zu diesen Studierenden bereitet sich ein Mosambikaner am Studienkolleg in Glauchau auf sein Fachstudium vor, das er voraussichtlich im Oktober 2019 in Freiberg beginnen wird.

Botschafter Sérgio Nathú Cabá Foto: TU Bergakademie FreibergVor allem die Geowissenschaften, wie Geotechnik und Bergbau, Geologie, Geoökologie und Geophysik/Geoinformatik sind für die afrikanischen Studierenden attraktiv. Sie alle profitieren vom Ausbildungsvertrag, den das Bergbauministerium in Mosambik seit 2014 mit der TU Freiberg führt und der die Studierenden mit einem Stipendium finanziell unterstützt.

Neben diesem Vertrag gibt es seit 2017 auch ein MoU mit der Universidade Ediuardo Mundlane (UEM) in Maputo. In der Vereinbarung streben die beiden Universitäten eine engere Zusammenarbeit in Lehre und Forschung, in der Verwaltung, beim Aufbau von Infrastruktur und in der Mobilität von Studenten und Hochschullehrern an. Nach der Unabhängigkeit Mosambiks kamen bereits in den 70er Jahren Freiberger Hochschullehrer an die UEM, um die Ausbildung im Bereich Geowissenschaften zu unterstützen.

Mit beiden Vereinbarungen knüpfen die Universität und der südostafrikanische Staat an ein Bündnis an, welches bereits in den 70er und 80er Jahren existierte. Damalige Alumni Mosambiks haben sich vor einigen Jahren auch zu einem Alumni-Verein zusammengeschlossen, um die Verbindung nach Freiberg zu halten und sich fachlich auszutauschen.

Neben dieser universitären Zusammenarbeit unterstützen Freiberger Experten der Bergakademie aber auch die mosambikanischen Behörden beim Aufbau effizienter staatlicher Strukturen für die Bergverwaltung, wie zum Beispiel einem Grubenrettungswesen.