Neue, modernisierte Studentenwohnungen dank Zielvereinbarung zwischen Freistaat und Studentenwerken

Studentin in einer Wohnanlage des Studentenwerkes Freiberg.
Am 29. August haben die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange und die Geschäftsführer der vier Studentenwerke in Sachsen eine gemeinsame Zielvereinbarung unterschrieben. Diese ermöglicht erstmalig wieder die Förderung von Wohnheimsanierungen und -neubauten.

In der Vereinbarung wird unter anderem die Verteilung der Zuschüsse zum lfd. Betrieb (jährlich 11 Mio. Euro) und der Investitionszuschüsse (2019 = 5 Mio. Euro, 2020 = 7 Mio. Euro) auf die vier sächsischen Studentenwerke geregelt. Für das Studentenwerk Freiberg beinhaltet dies im Jahr 2019 in Summe 1,05 Mio. Euro für Investitionen. Neben Zuschüssen für den Abschluss der Brandschutzmaßnahmen, eine neue Geschirrspülanlage und mehrere Kochkessel ist hierin auch ein Betrag in Höhe von 100.000 Euro für den Beginn der Planungsleistung der Sanierung des vor 14 Jahren stillgelegten Wohnheimes Heinrich-Heine-Straße 13 enthalten. Der Startschuss dafür wurde am vergangenen Montag gegeben. Für das Jahr 2020 sind auch hierfür weitere Fördermittel in Aussicht gestellt.

Aktuell und in den kommenden Jahren besteht hoher Sanierungs- und Investitionsbedarf in den größtenteils nach der Wende mit Projektzuschüssen sanierten Studentenwohnheimen. Bei den aktuellen Sanierungsprojekten zeigt sich, dass die aus den sozialverträglichen Mietpreisen erwirtschafteten Rücklagen nicht ausreichen, um eine Refinanzierung von Ersatzinvestitionen und größeren Instandhaltungen zu gewährleisten. Um die Mietpreise in den Wohnheimen zu erhalten ist eine staatliche Förderung zwingend erforderlich.

Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange betont: „Ich bin froh, dass mit diesen Investitionszuschüssen erstmals seit vielen Jahren wieder ein Wohnheimneubau realisiert werden kann. Staatsregierung und Landtag haben die Mittel für die vier sächsischen Studentenwerke enorm gesteigert, auch um die bauliche und technische Qualität der Mensen und Wohnheime zu verbessern. Die vorgesehenen Investitionen sind Investitionen in die Anziehungskraft Sachsens als Studienstandort. Besonders für Studierende aus dem Ausland und solche mit geringem Einkommen ist der Wohnheimbau von großer Bedeutung, weil er dafür sorgt, dass sie sich in Hochschulnähe wohl fühlen und gleichzeitig der Wohnungsmarkt im Bereich der kleineren und preisgünstigen Wohnungen entlastet wird.“

Thomas Schmalz, Geschäftsführer des Freiberger Studentenwerks äußert sich erleichtert: „Die Unterzeichnung der Zielvereinbarung gibt uns Sicherheit bei der Finanzierung bis Ende 2020. Sowohl beim laufenden Betrieb als auch bei den geplanten Investitionen können wir nun längerfristig planen. Mit dem aktuellen Doppelhaushalt hat der Freistaat auch ein deutliches Signal gesetzt. Nach vielen Jahren, in denen die Sanierung von bezahlbarem studentischem Wohnraum einzig aus den Einnahmen der Vermietung gedeckt werden musste, werden nun der Erhalt, sowie punktuell auch der Neubau, von Studentenwohnheimen bezuschusst. Dies ist für uns zwingend notwendig um die sozialen Mieten für die Studenten langfristig erhalten zu können.“

Das Studentenwerk Freiberg ist der Dienstleister für die Studentinnen und Studenten an den Hochschulstandorten Freiberg und Mittweida. Es betreut derzeit rund 11.000 Studenten und bietet ihnen eine ausgewogene Speisenversorgung, bezahlbaren Wohnraum, die Studienfinanzierung nach dem BAföG sowie zahlreiche Angebote auf sozialem und kulturellem Gebiet.

Logo Studentenwerk FreibergLogo Sächsische Studentenwerke                           Logo Freistaat Sachsen

 

 

Ansprechpartner: 
Christian Schröder, Tel.: 03731/383-200