Neue Ausstellung zu Humboldt und der Paläontologie in der terra mineralia

Interessierte Besucher betrachten die neue Ausstellung
Im Humboldtjahr 2019 haben verschiedene Arbeitsgruppen des Forschungsbereiches Paläontologie der TU Freiberg ein neues Ausstellungskonzept für das Foyer der terra mineralia entwickelt. In insgesamt fünf Vitrinen wurde dabei eine sehr informative und ästhetisch ansprechende Präsentation umgesetzt.

Das Jahr 2019 ist für die Paläontologen der Technischen Universität Bergakademie Freiberg ein ganz Besonderes. In diesem Jahr jährt sich die weltweit erste Paläontologie-Vorlesung zum 220. Mal. Sie wurde im Jahre 1799 an der Bergakademie gehalten, von keinem geringeren als Abraham Gottlob Werner. Damit ist die Paläontologie nirgendwo sonst so lange als eigenständiges Lehrgebiet vertreten wie in Freiberg. Passend zu diesem Ereignis, hätte Werner selbst in diesem Jahr seinen 270. Geburtstag begangen. Vielleicht wäre zu diesem Anlass sein prominentester Schüler Alexander von Humboldt anwesend gewesen, der wenige Tage zuvor 250 Jahre alt geworden wäre.

Vor allem Humboldt ist es, der die Wissenschaftler der Geologie und Paläontologie bei Ihrer wissenschaftlichen Arbeit noch heute inspiriert. Professor Elicki resümiert stellvertretend: „Als Naturwissenschaftler und insbesondere als Geologen und Paläontologen fühlen wir uns dem Humboldt’schen Ideal des wissenschaftlichen Arbeitens und Wirkens auf das Engste verbunden! Es ist uns deshalb ein besonderes Anliegen, etwas zum Humboldtjahr beizutragen.“

Und so bildete sich ein Team aus den Arbeitsgruppen Mikropaläontologie/Paläoökologie sowie Digitale Paläontologie sowie den Fachbereichen Sedimentologie, Kustodie und der Paläontologisch-Stratigraphischen Sammlung. Mit der Unterstützung des Emeritus Prof. Jörg W. Schneider erarbeitete es in wenigen Wochen eine Ausstellung, die den Zusammenhang zwischen Werner und der Paläontologie, sowie dem Humboldt’schen Prinzip der Wissenschaft und dessen Anwendung in der heutigen paläontologischen Forschung an der Universität herstellt. Ganz im Humboldt‘schen Sinne wissenschaftlichen Arbeitens, steht die Paläontologie in Freiberg für eine breite, interdisziplinäre und anwendungsorientierte Ausbildung und eine erstklassige Grundlagenforschung mit starker internationaler Vernetzung.

Die Präsentation in der terra mineralia ist der erste Teil des Beitrages der Paläontologie zum Humboldtjahr. Zu Semesterbeginn will der Forschungsbereich noch eine „Humboldt-Party“ durchführen. Auf dieser Party soll den Teilnehmern in lockerer Atmosphäre und bei interessanten Vorträgen und anregenden Diskussionsrunden der Spaß an der Wissenschaft vermitteln werden.

Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Olaf Elicki, Tel.: +49 3731/39-2435