Neue Ausstellung in der Universitätsbibliothek zeigt Humboldts Spuren in Sibirien

Ein Mann und drei Frauen schauen auf eine Auslage mit Steinen
Vom 22. Mai bis 13. Juni 2019 folgten Wissenschaftler/innen der TU Bergakademie Freiberg, der St. Petersburger Bergbau-Universität und der Russischen Akademie der Wissenschaften den Spuren Humboldts durch Sibirien. Ihre Entdeckungen sind ab 29. August in einer neuen Ausstellung zu sehen.

Ziel der Expedition war die Erfassung der naturräumlichen Veränderungen in der Region seit der Reise Humboldts im Jahr 1829. Damals hatte der russische Zar Nikolaus I. den berühmten Naturforscher beauftragt, den Zustand der Rohstoffkomplexe des Russischen Reiches zu untersuchen. Insbesondere ging es um neue Platinlagerstätten im Ural. Humboldt startete am 20. Mai 1829 in Berlin und reiste über St. Petersburg und Moskau weiter an der Wolga bis Kasan, dann durch den Ural, durch Sibirien und über das Kaspische Meer wieder zurück. Während eines knappen halben Jahres legte der 60jährige so mehr als 15.000 Kilometer zurück.

So begab sich am 22. Mai 2019 eine 18-köpfige Gruppe, zusammengesetzt aus Mineralogen, Geologen, Biologen, Ökologen, Limnologen und Historikern, begleitet von zwei jungen Künstlern mit Kameras, auf ihre Recherche. Über Eindrücke und Ergebnisse informiert die neue Ausstellung in der Universitätsbibliothek, die von Exkursionsleiter Prof. Dr. Gerhard Heide und seinem Team kuratiert wird.

„Interessierte Besucher und Besucherinnen können neben mitgebrachten Mineralen, Gesteinen, Erzen und Glasproben, auch Bücher sowie Foto- und Filmmaterial und das eine oder andere Souvenir bestaunen. Wir freuen uns zudem über ganz besondere Ausstellungsstücke von Humboldts Altai-Reise aus dem Museum für Naturkunde Berlin. Der Großteil der Proben, zirka 200 Kilogramm, liegt noch in der Petersburger Universität“, erklärt Prof. Heide, Direktor der Geowissenschaftlichen Sammlungen an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg.

Eröffnet wird die Ausstellung am 29. August um 18 Uhr im Agricola-Saal der Universitätsbibliothek mit einem Vortrag von Dr. Ferdinand Damaschun, stellv. Generaldirektor a.D. des Museums für Naturkunde Berlin, und einer anschließenden Videopräsentation des asymmtry collective aus Chemnitz, die die Exkursion filmisch begleitet haben. Im Anschluss kann die Ausstellung besichtigt werden. Sie endet am 20. Oktober 2019.

Weitere Informationen:

https://tu-freiberg.de/veranstaltungen/2019-08-29/ausstellungseroeffnung-auf-den-spuren-humboldts

https://tu-freiberg.de/humboldt-250/humboldt-jahr-2019/sibirien-2019

Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Gerhard Heide, Tel.: +49 3731-39-2665