Nahverkehr, Radwege und Co.: Was die Uni für umweltfreundliche Mobilität tut

Fahrräder vor einem Studierendenwohnheim
Zur Arbeit oder zur Vorlesung an die Uni kommen, sich auf dem Campus fortbewegen oder in der Freizeit einen Ausflug planen – Studierende und Mitarbeitende der TU Bergakademie Freiberg bewegen sich tagtäglich in und um Freiberg.

„Verkehr ist der fünftgrößte Verursacher von Treibhausgasen in Deutschland. Die Universität ist Innovationstreiber für bessere Umweltbedingungen. Umweltfreundliche Mobilität gehört dazu. Wir motivieren wir unsere Studierenden und Mitarbeitenden daher dazu, möglichst klimafreundlich auf dem Campus und in der Stadt unterwegs zu sein“, sagt Rektor Klaus-Dieter Barbknecht.

Inwieweit das schon der Fall ist, erfasste der Umweltbeirat der TU Bergakademie Freiberg in einer Umfrage, an der sich 650 Universitätsangehörige beteiligten. Der Umweltbeauftragte Jun.-Prof. Maximilian Lau fasst die Ergebnisse der Umfrage zusammen: „Rund die Hälfte der Befragten lebt weniger als zwei Kilometer weit von den Uni-Standorten entfernt und kommt zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Uni. Wer aus über fünf Kilometern Entfernung an die Freiberger Universität pendelt, tut das am häufigsten mit dem Auto oder der Bahn.“

Drei große Potenziale für nachhaltigere Wege zur Uni hat der Umweltbeirat aus den Ergebnissen abgeleitet. „Im Nahumfeld von null bis fünf Kilometern können Pendlerinnen und Pendler bisher nicht immer auf das eigene Auto verzichten, auf der Mitteldistanz von 2 bis zehn Kilometern werden bislang kaum E-Bikes genutzt und das Angebot des städtischen und regionalen Busverkehrs wird von den Befragten derzeit nicht als attraktiv wahrgenommen“, so der Umweltbeauftragte. Mehr zur Umfrage.

Häufiger das Fahrrad nehmen: Neue Angebote ab Wintersemester

„Wie wir an den Ergebnissen der Umfrage des Umweltbeirats erkennen, gibt es im direkten Umfeld um die Universität noch Potenzial für mehr Fahrradnutzung. Das Rektorat setzt sich dafür ein, Rad-Routen – insbesondere die Wege zwischen Bahnhof, Busbahnhof und Campus – attraktiver zu gestalten“, sagt der TU-Rektor. „Konkret finden derzeit Gespräche mit der Stadt Freiberg, der neu gegründeten AG Fahrrad des Studierendenrats (StuRa), dem Vorstand des StuRa und weiteren Beteiligten mit dem Ziel statt, weitere Verbesserungen vornehmen zu können.“ Die Universität will außerdem Möglichkeiten für einen semesterweisen Verleih von Fahrrädern an Studierende schaffen. Zum Wintersemester 2022/23 erhalten erste Studienanfängerinnen und Studienanfänger zum Studienbeginn ein Fahrrad.

Auch die drei im Aufbau befindlichen Ausleihstationen für E-Lastenräder aus dem Forschungsprojekt SteigtUM bieten Alternativen für umweltfreundliche Mobilität im Freiberger Stadtgebiet. Die erste Ausleihstation im Testbetrieb öffnete im April im Wohngebiet Friedeburg. Voraussichtlich ab Herbst können Studierende und Mitarbeitende am Audimax, und später auch am Freiberger Bahnhof eines der bis zu zehn Lastenräder leihen und an einer anderen Station zurückgeben.

Wie stehen die Studierenden zum Semesterticket?

Ob das Ticket von den Studierenden gewünscht wird, hat der StuRa in einer Umfrage erfasst. Die Ergebnisse der ersten Umfrage zum Nutzungsverhalten der öffentlichen Verkehrsmittel leiteten die Studierenden nun an den Verkehrsverbund Mittelsachsen. Basierend darauf teilen die öffentlichen Nahverkehrsbetriebe in den kommenden Wochen dem StuRa einen Preisvorschlag für das Semesterticket mit. Im Wintersemester 2022/23 kann dann eine Abstimmung der Studierenden erfolgen.

Weitere Informationen:

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Umweltbeauftragter, Maximilian.Lau@ioez.tu-freiberg.de