Nachwuchsforscher analysieren kleinste Flüssigkeitstropfen im Gestein

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Wie hydrothermale Lagerstätten entstehen und wo sie zu finden sind, untersucht eine neue Nachwuchsforschergruppe der TU Freiberg.

In dem im August 2018 an der Professur für Lagerstättenlehre und Petrologie der TU Bergakademie Freiberg gestarteten Nachwuchsforscher-Projekt „Mineral Systems Analysis“ untersuchen vier Nachwuchswissenschaftler für die Dauer von drei Jahren das Ressourcenpotential von hydrothermalen Lagerstätten. Diese sind unter anderem in den ehemaligen Bergbaudistrikten von Freiberg, Schwarzenberg, Niederschlag oder Annaberg zu finden.

Die vier Doktoranden untersuchen unterschiedliche Typen von Mineralvorkommen, darunter Skarnvorkommen (Nils Reinhardt), Ag-Pb-Zn-Sb-Gänge (Laura Swinkels), Ag-Bi-Ni-Co-As-Gänge (Marie Guilcher) und Fluorit-Baryt-Pb-Zn-Gänge (Sebastian Haschke). Die Proben entnehmen sie aus dem Gelände, aber auch aus der Sammlung der TU und der Wismut GmbH. Die im Gestein bei der Bildung eingeschlossenen Flüssigkeiten werden mit modernen Analysemethoden u.a. auf ihre Bildungstemperatur und Zusammensetzung untersucht.

„Die Doktoranden erhalten bei uns in Freiberg eine praxisnahe und interdisziplinäre Ausbildung. Dabei erlangen sie nicht nur spezifische Kompetenzen im Bereich der systemischen Lagerstättenforschung, sondern profitieren von dem direkten Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie. So können wir maßgeschneiderte Lösungen für die im Erzgebirge ansässige Erkundungsindustrie entwickeln“, erklärt Dr. Mathias Burisch, Leiter der Nachwuchsforschergruppe.

Als Kooperationspartner des Projekts stellt das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf der Nachwuchsforschergruppe unter anderem modernste Analyseverfahren zur Verfügung. Aus den gewonnenen Ergebnissen sollen später innovative Methoden für die Erkundung und Bewertung von Lagerstätten in Sachsen entwickelt werden. 

Das Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds und dem Freistaat Sachsen gefördert. Die Fördersumme beträgt zirka 750.000 Euro.

Die Nachwuchsforschergruppe wird von Dr. Mathias Burisch, Dr. Max Frenzel, Prof. Dr. Jens Gutzmer und Prof. Dr. Thomas Seifert geleitet.

Weitere Informationen: https://tu-freiberg.de/mineral_systems_analysis 

Ansprechpartner: 
Dr. Mathias Burisch, Telefon -2657