MINT-EC-Camp Zukunft Werkstoffe vom 5. bis zum 8. März an der TU Bergakademie Freiberg

Im Labor
Die TU Bergakademie Freiberg öffnet wieder ihre Türen für 20 Schülerinnen und Schüler von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC. Seit gestern entdecken sie hier das Themenfeld Werkstoffe und lernen gleichzeitig in Vorlesungen und Laborpraktika das Studentenleben kennen.

Zu Beginn des MINT-EC-Camps besichtigen die Teilnehmenden die terra mineralia, die Mineralienausstellung der TU Bergakademie Freiberg, die größte Sammlung in Deutschland.

Die Welt der Werkstoffe ist heute genauso vielfältig wie ihre Einsatzmöglichkeiten. Ein modernes Fahrzeug besteht aus ungefähr 10.000 Einzelteilen. Zum Einsatz kommen dabei die unterschiedlichsten Materialien. Darunter Werkstoffe wie Stahl, Aluminium, Magnesium und zahlreiche Kunststoffsorten. Wie schnell, schwer, sicher oder teuer ein Fortbewegungsmittel ist, hängt nicht zuletzt von der Beschaffenheit und Belastbarkeit seiner Bauteile ab. Es gehört zum Aufgabenfeld von FahrzeugbauingenieurInnen und von WerkstoffwissenschaftlerInnen zu prüfen, welche Materialien für welchen Zweck geeignet sind, unter welchen Bedingungen sie brechen oder sich verbiegen.

Während des MINT-EC-Camps lernen die Jugendlichen die Prozesskette von der Erzeugung eines Werkstoffes bis hin zur Verarbeitung kennen.

In Abhängigkeit von den Interessen können die Schülerinnen und Schüler zwischen zwei Projekten wählen: 

Beim ersten Projekt werden die Teilnehmer zunächst mit den Vorgängen der Stahlherstellung am Beispiel des Frischprozesses (Herstellung von Stahl aus Roheisen) vertraut gemacht. Der Stahl wird anschließend zur Drahtherstellung mittels Umformverfahren eingesetzt. Es werden Untersuchungen zu den mechanischen Eigenschaften des Stahls vor und nach dem Umformprozess durchgeführt.

Im Rahmen des zweiten Projektes wird anfangs die Kupfergewinnung mittels Elektrolyse behandelt. Anschließend wird Bronze, deren Hauptbestandteil Kupfer ist, zu einer Gleitlagerbuchse vergossen. Anhand der vergossenen Bronze werden die Möglichkeiten der Gefügecharakterisierung aufgezeigt.

Daneben erleben die Jugendlichen hautnah die Praxis während spannender Exkursionen in Unternehmen der Region.

Während eines Treffens mit Mitgliedern des RaceTech-Racing-Teams der TU Bergakademie Freiberg haben die Jugendlichen Gelegenheit, sich mit den Studierenden über die Konstruktion eines Rennwagens sowie das Studium und Leben in Freiberg auszutauschen.

Weitere Informationen: www.mint-ec.de

Ansprechpartner: 
Kathrin Häußler, Tel 03731 / 39 3437