MINT-EC-Akademie zur Zukunft Energie an der TU Bergakademie Freiberg

Schüler und Schülerinnen in einem Hörsaal
Bis zum 7. September setzen sich 20 Schüler/innen mit dem für Deutschland wichtigsten erneuerbaren Energieträger Wind auseinander. Im MINT-EC Camp an der TU Freiberg lernen sie in Vorlesungen und Praktika kenne, wie sich mit Hilfe von Windrädern Energie gewinnen und in Strom umwandeln lässt.

Während das Stromnetz aus allen Nähten platzt, ist im Erdgasnetz ausreichend Platz. 500.000 Kilometer lange Gasleitungen transportieren jedes Jahr doppelt so viel Energie wie das Stromnetz. In rund 47 Erdgasspeichern ist Platz für 23,5 Milliarden Kubikmeter Gas - bis 2025 sollen durch Erweiterungen und Neubauten noch einmal neun Milliarden Kubikmeter hinzukommen. Um Ökostrom im Erdgasnetz zu speichern, muss aber aus Strom erst einmal Gas werden. Die Nutzung von Windkraft ist jedoch politisch umstritten.Welche technischen sowie gesellschaftspolitischen Aspekte die Nutzung von Windenergie als Stromquelle mit sich bringt, erfahren die Teilnehmer/innen der MINT-EC-Akademie Zukunft Energie vom 3. bis 7. September in Freiberg.

Neben Vorlesungen und Exkursionen zu Industrieanlagen in der näheren Umgebung können die Schüler/innen bei eigenen Experimenten, in denen sie untersuchen, wie viel Strom konkret aus dem Wind gewonnen werden kann und wie aus elektrischer Energie Wasserstoff und/oder Methan entsteht, aktiv werden.

In Diskussionen mit Expertinnen und Experten tauschen sich die Jugendlichen zudem über die Vor- und Nachteile der betrachteten Technologien für Umwelt und Gesellschaft aus. Darüber hinaus recherchieren sie aktuelle Fachartikel zu diesem Thema, um sich auf der Basis fundierter Informationen eine eigene Meinung. Als Abschluss der MINT-EC-Akademie bereiten die Teilnehmenden in Teams eine Podiumsdiskussion vor und erörtern ihre Ergebnisse.

MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 316 zertifizierten Schulen mit rund 336.000 Schülerinnen und Schülern sowie 27.000 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände bayme vbm und vbw.

Ansprechpartner: 
Kathrin Häußler, Tel.: 03731/39-3437