Ministerpräsident übernimmt Schirmherrschaft zur Freiberger Tagung „Mine Closure“

Mann im Porträt
Prominente Unterstützung von oberster politischer Ebene für die TU Bergakademie Freiberg. Sachsens Ministerpräsident, Michael Kretschmer, übernimmt die Schirmherrschaft für die Mine Closure 2018.

Seit Anfang der 1990er Jahre investieren Bund und Länder zirka 16 Milliarden Euro in die Beseitigung der Folgen des Bergbaus im Osten Deutschlands. Dazu gehört auch die ordnungsgemäße Schließung von Bergwerken gemäß des Bundesberggesetzes. Denn nur wer nachweist, dass nach dem Bergbau keine zerstörten Landschaften zurück bleiben, kann mit der Genehmigung und in Zukunft mit der Akzeptanz in der Gesellschaft rechnen. So saniert derzeit beispielweise die LEAG in der Lausitz den Tagebau Cottbus-Nord. Dort wird der größte künstliche Binnensee Deutschlands entstehen, der Ostsee. Und auch die TU Bergakademie Freiberg beschäftigt sich als Ressourcenuniversität mit diesem speziellen Fachgebiet. Dafür wurden unter anderem im Jahr 2008 eine Professur für Sanierungsbergbau und ein spezieller Master Studiengang „Sustainable Mining and Remediation Management“ eingerichtet.

Mit dieser Expertise ist es der TU Bergakademie Freiberg erstmals gelungen, die international renommierte Tagung „Mine Closure“ auf den europäischen Kontinent zu holen und damit eine perfekte Basis für den wissenschaftlich- technischen Transfer zu schaffen. Die internationale Fachtagung findet vom 3. bis 7. September 2018 in Leipzig statt. Insgesamt erwarten die Veranstalter zirka 250 Teilnehmer aus 40 Ländern aller Kontinente.

„Dass die Mine Closure Conference in diesem Jahr in Leipzig stattfindet, sehe ich als Ausdruck der Neugier auf unser Know-how. Aus den Mondlandschaften, die der Tagebau hinterlassen hat, sind attraktive Seenlandschaften geworden, die Blick auf einen SeeErholungssuchende und Wassersportler aus Nah und Fern anziehen“, sagt Kretschmer und verdeutlicht die Bedeutung der wissenschaftlichen Forschung für Sachsens Entwicklung. „Diese erfolgreichen Erfahrungen stehen uns vor Augen, wenn es nun darum geht, den Strukturwandel in der Lausitz voranzubringen, bevor dort in einigen Jahrzehnten die Kohleförderung endet.“

Mann im Porträt„Sachsen und die TU Bergakademie Freiberg nehmen bei der Rekultivierungsforschung und –praxis international eine Vorreiterrolle ein. Die Frage der wirtschaftlichen und sozialverträglichen Schließung von Bergwerken ist eine der größten Herausforderungen für die Bergbauindustrie weltweit“, unterstreicht Bergbau-Professor Carsten Drebenstedt die wissenschaftlich-praktische Bedeutung der Konferenz. Auf dieser werden unter anderem die weltweit einmaligen Ergebnisse bei der Schließung und Rekultivierung der früheren Uranabbaustätten im Erzgebirge, anderer Erzlagerstätten und der Braunkohleabbaustätten in Sachsen präsentiert. Im Südraum Leipzig und im Erzgebirge können sich die internationalen Gäste von den vitalen Bergbaufolgelandschaften überzeugen.

Zur Kongresswebsite: www.mineclosure2018.com

Ansprechpartner: 
Wissenschaftliche Leitung (Deutschland) Prof. Dr. Carsten Drebenstedt, Tel.: 03731/39-2893