Mathematik verbindet Freiberg und China

Freiberger Mathematiker forschen in einem internationalen Team an neuen Modellen zu Thermoelastizität, Wellenphänomenen und Fragestellungen der Tomographie. An dem Projekt sind insgesamt 14 deutsche und chinesische Hochschulen beteiligt.
Das Vorhaben, dass den Titel „Partial Differential Equations and Applications" trägt, wird durch die National Natural Science Foundation of China und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die finanzielle Unterstützung ist erstmals für drei Jahre vorgesehen, eine Verlängerung ist jedoch möglich. Neben Forschungsarbeiten ist auch eine gemeinsame Doktorandenbetreuung an deutschen und chinesischen Universitäten vorgesehen.

„Durch die gemeinsamen Forschungen werden die Kontakte zur Zhejiang Universität Hangzhou, Donghua und Jiao Tong Universität Schanghai weiter ausgebaut“, erklärt Prof. Michael Reissig vom Institut für Angewandte Analysis. Der Freiberger Forscher entwickelt in dem internationalen Projekt Modelle, die das elastische und thermische Langzeitverhalten von Materialien simulieren können. Daneben erforscht er, wie sich Dämpfungen von Wellen in verschiedenen Medien mathematisch beschreiben lassen. Dr. Swanhild Bernstein, die ebenfalls seitens des Freiberger Instituts für Angewandte Analysis in das Projekt eingebunden ist, widmet sich Fragestellungen der Computertomografie. Der erste Workshop der beteiligten Partner ist im Frühjahr 2010 in China geplant.

Foto: Prof. Michael Reisig (Mitte) mit dem Doktoranden Lu Xiaojun (l.), den er zusammen mit Prof. Fang Daoyuan (r.) von der Universität Hangzhou betreut.

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Prof. Michael Reissig