Markscheider vermessen Sandsteinformationen über der Felsenbühne Rathen

Ein Mann an einem Laserscanner
Unter Einhaltung der Corona-Regelungen konnte das Institut für Markscheidewesen und Geodäsie auch in diesem Jahr wieder die Felsformationen im Gebiet der Bastei vermessen. Damit gewährleisten sie unter anderem die Sicherheit für die laufenden Umbauarbeiten an der Felsenbühne Rathen.

Nachdem durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie im März eine Wiederholungsmessung nicht möglich war, wurde diese im Oktober nachgeholt. Im Auftrag der National­parkverwaltung Sächsische Schweiz erfassten die Freiberger WissenschaftlerInnen dafür die Felsformationen der „Wehltürme“ und der „kleinen Gans/Wehlnadel“, welche im Norden und Süden die Felsenbühne Rathen überragen. Aus den dort entstandenen Daten haben sie nun ein 3D-Modell erstellt.

Das Modell haben die Freiberger Markscheider mit den Ausgangs- und Vergleichswerten der letzten beiden Jahre verglichen: „Wie im Jahr zuvor, ergaben sich auch 2020 aus den Vergleichen an den Oberflächen in den 3D-Modellen keine sichtbaren Veränderungen. Es besteht also derzeit keine Gefahr für das Gebiet um die Bastei sowie für die Umbau- und Sanierungsarbeiten an der Felsenbühne“, erklärt Dr. Thomas Martienßen vom Institut für Markscheidewesen und Geodäsie.

Die Erstellung von Monitoring- Konzepten und ihre Umsetzung in praktischen Messeinsätzen sind auch Gegenstand der beiden Studiengänge  „Markscheidewesen und Angewandte Geodäsie“ und „Geomatics for Mineral Resource Management“ an der TU Bergakademie Freiberg. Studierende erwerben nicht nur das theoretische Wissen für die Erstellung und Analyse von 3D-Modellen, sondern können dies auch in der Praxis anwenden.

Weitere Informationen: http://tu-freiberg.de/fakult3/mage 

Ansprechpartner: 
Dr. Thomas Martienßen, Telefon 03731/39-2875