Lagerstättenwissen der TU Bergakademie Freiberg weckt Interesse bei kanadischem Unternehmen

Visualisierung einer Bodenanalyse.
Seit einem Jahr analysieren Nachwuchsforscher/innen der TU Bergakademie Freiberg bisher unentdeckte Erzvorkommen im Freiberger Raum. Mit der Excellon Resources Inc. begibt sich nun einer der bekanntesten Silberproduzenten Mexikos auf die Silbersuche in der Region.

Vieles deutet darauf hin, dass es sie noch gibt, Silberlagerstätten im Umkreis von Freiberg. Das hat die Forschung der ESF Nachwuchsforschergruppe „Mineral Systems Analysis“ an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg ergeben. In enger Kooperation mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie des HZDR haben sie das Freiberger Gangsystem neu analysiert. „Dabei haben wir beachtliche Silberkonzentrationen in den Gängen der Randbereiche nachgewiesen, die deutlich höher sind, als dies bei geologisch vergleichbaren Silberlagerstätten, die aktuell im Abbau stehen, der Fall ist“, erklärt Dr. Mathias Burisch, der die Nachwuchsforschergruppe an der TU Bergakademie Freiberg leitet.

Lage des Bräunsdorfer Reviers im Freistaat SachsenSilber wird vor allem in der modernen Elektrotechnik, der Mikroelektronik sowie in der Medizin und in Solarmodulen eingesetzt. Das hohe Lagerstättenpotential des Freiberger Distrikts und die Ähnlichkeit des Freiberger Silbersystems mit großen Lagerstätten wie in Mexiko, hat das Interesse des internationalen Unternehmens Excellon Resources Inc. geweckt. Das Unternehmen, das bereits die La Platosa Mine in Mexiko betreibt, hat für das „Silver City“-Projekt eine Explorationslizenz über 164 Quadratkilometer rund um Bräunsdorf erworben.  

Excellon freut sich auch über die Nähe zum Wissenschaftsstandort in Freiberg, wo an TU Bergakademie Freiberg und am Helmholtz Institut für Ressourcentechnologie an modernen umweltschonenden Technologien für die Gewinnung solch strategischer Rohstoffe gearbeitet wird.

Die Nachwuchsforschergruppe der TU Freiberg wird vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Land Sachsen finanziert.

Mehr erfahren:

Kontakt:

  • Dr. Mathias Burisch-Hassel: mathias [dot] burischatmineral [dot] tu-freiberg [dot] de
  • Prof. Dr. Jens Gutzmer: j [dot] gutzmerathzdr [dot] de

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