Kurz-Biografie Andrea Riedel

Andrea Riedel wurde 1963 in Zwickau geboren. Nach dem Abitur in Werdau studierte sie Geschichte an der Karl-Marx Universität Leipzig. 1986 schloss sie dort das Studium als Diplom-Historikerin ab. Im gleichen Jahr begann ihre Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und 1991 als Leiterin des Heimatmuseums und des Stadtarchivs Crimmitschau, die sie bis 1997 ausfüllte. 1999 übernahm Andrea Riedel die Leitung des Stadt- und Bergbaumuseums Oelsnitz/Erzgebirge. Unter Ihrer Wirkungszeit erhielt dieses Haus den Namen "Museum des sächsischen Steinkohlenbergbaus". 2008 wechselte sie nach Niedersachsen als Geschäftsführerin und Direktorin der UNESCO-Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg GmbH in Goslar, ab 1992 die erste Welterbestätte industrieller Art in Deutschland. Für den Rammelsberg erstellte sie das neue Museumskonzept und setzte Teile davon um. Besonders lag ihr dabei das Thema Inklusion am Herzen. Mit Hilfe von Fördermitteln und der Unterstützung der Stadt Goslar gelang es, die zur Förderung von Erzen am Hang des Rammelsberges gelegene Schrägförderanlage unter denkmalpflegerischen Aspekten umzubauen und für eine Besucherbeförderung zu nutzen. 2011 kehrte sie als Geschäftsführerin des Zweckverbandes Sächsisches Industriemuseum und Direktorin des Industriemuseums Chemnitz in den Freistaat zurück. Hier gelang es ihr, in den Jahren 2014/2015 eine neue Dauerausstellung in Chemnitz zu etablieren. 2015 begann ihre Tätigkeit als Projektleiterin und Kuratorin des Museums Burg Ranis. Mit einem neuen Museumskonzept aus ihrer Feder wirkte sie bei Rettung des Museums Burg Ranis mit, welches nach über 60 Jahren vor der Schließung stand. Seit 1. Januar 2018 ist Andrea Riedel Direktorin des Stadt- und Bergbaumuseums Freiberg.