Kunstprojekt mit Freiberger Gymnasium: Ausstellung zeigt Visionen zur „Zukunft Keramik“

Schülerin erklärt die Idee des Kunstwerks
Im Rahmen einer Kooperation des Geschwister-Scholl Gymnasiums Freiberg und der TU Bergakademie Freiberg waren Schülerinnen und Schüler aufgefordert, sich mit möglichen Anwendungen des Materials Keramik künstlerisch auseinanderzusetzen.

Intelligente Kontaktlinsen, die bei Kommunikationsproblemen helfen, überdimensionale Muscheln als Wasserspeicher in trockenen Umgebungen oder Weltraumgemüse aus dem Keramik-Gewächshaus? „Diese und weitere Ideen entwickelten die am Kunstprojekt „Zukunft Keramik“ beteiligten Schülerinnen und Schüler nachdem wir in mehreren Online-Sessions über reale und künftig mögliche Anwendungen des Werkstoffs Keramik informiert und darüber diskutiert hatten“, erzählt Initiatorin Dr. Undine Fischer vom Institut für Keramik, Feuerfest und Verbundwerkstoffe.

Rektor überreicht Dankeschön an TeilnehmerDie Teilnehmenden im Leistungskurs Kunst (12. Klasse) des Geschwister-Scholl Gymnasiums Freiberg entwickelten die Impulse aus der Keramik-Forschung so weiter, dass sie am Ende des Projekts in Kunstwerken Ausdruck fanden. Noch bis 29. September werden die Abdrücke öffentlich zugänglich zu den Öffnungszeiten des Campus Café SIZ im Lichthof ausgestellt. „Trotz zeitweisem Wechselunterricht und Homeschooling zeigt das Kunstprojekt, wie eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Schule umgesetzt werden kann“, ergänzt Ko-Initiatorin Dr. Jana Hubálková.

Von der Idee zum Kunstwerk

Unter der Federführung von Naike Richter, Max Porstmann und Malte Fischer schreiben die beteiligten Schülerinnen und Schüler im Vorwort zum Ausstellungskatalog: „Als das Projekt im Spätsommer 2020 ins Laufen kam, stand für uns erst einmal die Frage im Raum, was technische Keramik überhaupt ist. Wozu braucht man sie? Was macht sie so besonders? … Nach und nach nahmen unsere Visionen Gestalt an. Mögen unsere Ideen nun Studierende und Forschende inspirieren, mit dem besonderen Werkstoff Keramik noch nie Dagewesenes zu erschaffen!“

„Es hat uns sehr beeindruckt, wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Material Keramik und seinen spezifischen Eigenschaften auseinandergesetzt haben“, bestätigt Institutsleiter Prof. Christos Aneziris. „Die künstlerisch umgesetzten Ideen zeigen, dass moderne Technik schon heute nicht ohne den Einsatz von Keramik denkbar wäre – und erst recht nicht in einer fernen Zukunft!“ Das Institut für Keramik, Feuerfest und Verbundwerkstoffe plant, die Abdrücke und den Ausstellungskatalog künftig bei Messe- oder Infoständen zur Illustration der vielfältigen Anwendungen des Werkstoffs Keramik einzusetzen.

Weitere Informationen zum Kunstprojekt

Fragen beantwortet / Contact: 
Dr. Undine Fischer, Undine.Fischer@ikfvw.tu-freiberg.de