Krüger-Stiftung unterstützt Forschung zu Antioxidantien

Forscher im Labor
Seit Anfang Januar 2019 unterstützt die Dr. Erich-Krüger-Stiftung ein Forschungsvorhaben zur Weißen Biotechnologie. Hierbei geht es um die Gewinnung von neuartigen Antioxidantien als gesundheitsfördernden Lebensmittelzusatz.

 „Wir beschäftigen uns bereits seit vielen Jahren mit Fragestellungen der Weißen Biotechnologie, also der Verwendung von Bakterien und Mikroorganismen zur Gewinnung von bedeutsamen Substanzen zur Anwendung im Lebensmittelsektor, in der Kosmetikbranche oder in der Pharmaindustrie“, erklärt der Freiberger Wissenschaftler Dr. Michel Oelschlägel. Bereits seit seinem Studium an der TU Bergakademie arbeitet der Forscher, der 2015 seine Doktorarbeit zu diesem Thema abschloss, an der Nutzung von Bakterien zur Gewinnung wirtschaftlich relevanter Wertstoffe. Zuletzt machte er dabei vor drei Jahren mit der Entdeckung der neuen Bakterienart Sphingopyxis fribergensis in Freiberg auf seine Forschung aufmerksam.

„Mittlerweile haben wir bakterielle Prozesse weiterentwickelt, die uns die Möglichkeit geben, sehr interessante und wirksame Antioxidationsmittel zu produzieren. Antioxidantien sind Verbindungen, die unseren Körper vor schädlichen Einflüssen schützen. So wirken sie auch der Entstehung von Krankheiten wie Demenz oder Krebs entgegen“, führt Dr. Oelschlägel aus. Das Forscherteam hat dabei ganz spezielle Verbindungen auf Basis aromatischer Alkohole im Fokus, die viele weitere positive Eigenschaften in sich vereinen und damit noch weit mehr Potenzial aufweisen als beispielsweise das bekannte Vitamin C. Denkbar wäre zum Beispiel eine Verwendung bei Sport- oder Fitnessgetränken.

Das Ziel des Forschungsvorhabens ist die Gewinnung größerer Mengen dieser bisher teuren und schwer zugänglichen Substanzen. „Durch eine preisgünstigere Bereitstellung dieser Stoffe beispielsweise für den Kosmetik- oder Lebensmittelmarkt könnte auch die breite Bevölkerung von den gesundheitsfördernden Eigenschaften profitieren“ so Dr. Oelschlägel. In zwei Jahren sollen die Produkte marktreif sein. 

Weitere Informationen zum Forschungsgebiet: 

https://tu-freiberg.de/presse/biotechnologische-verfahren-zur-herstellung-von-feinchemikalien-aus-nachwachsenden-rohstoffen

https://tu-freiberg.de/presse/neue-bakterienart-in-freiberg-entdeckt

Informationen zur Arbeitsgruppe Mikrobiologie: 

http://tu-freiberg.de/fakultaet2/bio/environmental-microbiology 

Ansprechpartner: 
Dr. Michel Oelschlägel, Telefon 03731 / 39-2325
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