Klimabewusste Mensa: 3 Fragen an das Studentenwerk Freiberg

Die Mensa auf dem Campus der TU Bergakademie Freiberg.
Der Dachverband deutscher Studentenwerke (DSW) hat vorletzte Woche auf seiner Mitgliederversammlung den Beschluss verabschiedet, die Studenten- und Studierendenwerke bei der Senkung der Treibhausgase und Energieverbräuche in ihren Mensen und Cafeterien zu unterstützen.

Wie steht das Studentenwerk Freiberg zu diesen Plänen und was tut die Mensa in Freiberg jetzt schon aktiv für mehr Klima- und Umweltbewusstsein?

Thomas Schmalz, Geschäftsführer des Studentenwerkes Freiberg, beantwortet die Fragen.Als Studentenwerk sind wir bestrebt das wachsende Umwelt- und Klimabewusstsein unserer Studierenden auch in den Mensabetrieb einfließen zu lassen. Solche Maßnahmen sind jedoch auch immer mit höheren Kosten verbunden, die natürlich nicht den Studierenden zur Last fallen sollen. Daher freut es mich, dass das DSW beschlossen hat, gemeinsam mit der Initiative „CO2-Projekt – Klimabewusste Mensa“ aus Studierendenvertretungen und Umweltgruppen aus ganz Deutschland die deutschen Studenten- und Studierendenwerke auf dem Weg hin zu klima- und ressourcenfreundlicheren und damit zukunftsorientierten Mensen und Cafeterien zu unterstützen.

Wir waren aber bisher auch nicht untätig: Bereits im letzten Jahr haben wir alle Leuchtmittel in der Mensa ausgetauscht und beleuchten jetzt ausschließlich mit LED. Das hat den Energieverbrauch merklich gesenkt. Der „Fairteiler“, der auf Initiative der AG Umwelt in der Mensa aufgestellt wurde, wird von der AG und uns gemeinsam betreut und kann Einiges dazu beitragen, dass Lebensmittel nicht verschwendet werden. Letztlich arbeiten wir auch an der Einführung eines Mehrwegsystems für das to go Geschäft und wir bereiten gerade die Zusatzzertifizierung „Nachhaltige Verpflegung“ im Rahmen der DGE Qualitätsstandards für die Verpflegung in unseren Kitas vor.

Sind Sie derzeit an einem Klima-Projekt beteiligt?

Wir sind in einem Förderprojekt „KlimaTeller in der Mensa“ des Vereins NAHhaft eingeplant. Das Antragsverfahren läuft bereits seit einiger Zeit und wurde unabhängig von dem Beschluss der Mitgliederversammlung des DSW erstellt, greift jedoch die Ziele des Beschlusses auf. Der Antrag des Förderprojektes, in dem deutschlandweit 20 Studenten- und Studierendenwerke eingeplant sind, befindet sich derzeit noch in Prüfung durch das Bundesumweltministerium.

Wie würde denn im Falle einer finalen Förderzusage der KlimaTeller umgesetzt werden?

Mit einer IT-Software und einer Schnittstelle zu einer CO₂ Datenbank wird es für die Mensen möglich sein alle relevanten Daten zu CO₂-Äquivalenten (CO₂eq) – also Treibhausgasen und den KlimaTeller automatisiert vor Ort bei der Speisenauswahl zu visualisieren. Dadurch erhalten die Mensagäste die Möglichkeit, ihr Essen nach dem Aspekt der Klimafreundlichkeit auszuwählen und werden gleichzeitig über den Zusammenhang von Klimawandel und Ernährung sowie über ihren eigenen ökologischen Fußabdruck aufgeklärt.

Fragen beantwortet / Contact: 
Antje Wilke (Projektkoordinatorin), hallo@klimateller.de