Jun.-Prof. Björn Sprungk mit SIAG UQ Early Career Prize ausgezeichnet

Björn Sprungk. Foto: privat
Der Mathematiker, der im Februar dieses Jahres an die TU Bergakademie Freiberg berufen wurde, ist aktueller Preisträger der Auszeichnung für herausragende Nachwuchswissenschaftler im Bereich Unsicherheitsquantifizierung der internationalen Society of Industrial and Applied Mathematics (SIAM).

Die Preiskommission der entsprechenden Fachgruppe würdigt damit die Beiträge des jungen Wissenschaftlers zur mathematischen Unsicherheitsquantifizierung. Dieses noch relativ neue Forschungsgebiet beschäftigt sich mit Unsicherheiten in komplexen Modellen und der Berechnung von Bandbreiten an Prognosen. TU-Alumnus Björn Sprungk beschäftigt sich schon seit seiner Diplomarbeit im Studiengang Angewandte Mathematik mit solchen Fragestellungen. Für seine bemerkenswerten Forschungsergebnisse wurde der Tenure-Track-Professor dieses Jahr mit dem Early Career Prize der SIAM Activity Group on Uncertainty Quantification (SIAG) ausgezeichnet.

Besonders erwähnte die Preiskommission die grundlegenden Arbeiten des Freiberger Mathematikers zur Konvergenz und Robustheit von Monte Carlo-Methoden für Bayessche inverse Probleme. Mit diesen Verfahren können verbleibende Unsicherheiten bei der Identifikation unbekannter Koeffizienten in komplexen Modellen beurteilt werden. Hierzu entwickelte und analysierte Jun.-Prof. Björn Sprungk neue Monte-Carlo-Varianten, die eine hohe Effizienz insbesondere für hochdimensionale Probleme und sehr informative Daten aufweisen.

„Die Berücksichtigung von Unsicherheiten und die Abschätzung von Risiken in Simulationen und Prognosen ist ein Thema von zunehmender Relevanz. Dabei spielen die Entwicklung und Erforschung effizienter Algorithmen zur Nutzung aller verfügbaren Informationen beziehungsweise Daten eine entscheidende Rolle. Mit meinen Arbeiten konnte ich dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Ich fühle mich sehr geehrt, dafür den Early Career Prize in einem so aktiven und schnell wachsenden Forschungsgebiet zu erhalten“, erklärt Jun.-Prof. Björn Sprungk anlässlich der Ehrung.

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