Japanischer Wissenschaftler am Institut für Eisen- und Stahltechnologie

Prof. Kazuhiro Nagata, Tokyo Institute of Technology Japan, besuchte am 03. April 2006 das Institut für Eisen- und Stahltechnologie. Er ist ein führender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Thermodynamik und Messtechnik. Ziel des Besuches war, die Ausbildungs- und Forschungsprofile der beiden Universitäten insbesondere im Bereich der Stahltechnologie näher kennen zu lernen und Forschungskooperationen einzuleiten.
Über Möglichkeiten zur Verringerung der CO2-Emissionen und Reststoff-Recycling in der Eisen- und Stahlerzeugung wurden u.a. wissenschaftliche Diskussionen mit Institutsdirektor Prof. Piotr Scheller (r.i.Bild) und Dr. Bernd Lychatz (l.i. Bild) geführt. Weiteres Thema waren die archäometallurgische Untersuchung der Eisengewinnung. Die frühe Eisenverhüttung ist für das 3.Jahrtausend v.u. Zeit belegt, aus dem Hethiterreich (1600 bis 1200 v.u.Z.) sind bereits zahlreiche Eisen betreffende Aufzeichnungen bekannt. Auch im Alten Testament finden Eisen und die Eisenverhüttung Erwähnung. Das Freiberger Institut für Eisen- und Stahltechnologie ist international bekannt für seine Untersuchungen auf diesem Gebiet. Ein Modell des ältesten Verfahrens zur Eisengewinnung (Rennverfahren) wurde im Institut im Rahmen eines Forschungsprojektes in Originalgröße nachgebaut und in der Zeit 1994-2002 betrieben.

Auf Grund der bedeutenden Universitätsgeschichte und Tradition während der letzten 120 Jahren ist Tokyo Institute of Technology eine der führenden Forschungsinstituten weltweit. Mehr als 10.000 Studenten genießen dort das Studium auf modernstem Niveau. Das Institut ist in drei Teile gegliedert: Undergraduate Schools, Graduate Schools und Forschungslaboratorien; diese Aufteilung erlaubt dort einen effizienten Ablauf des Studiums und der Forschung.

Bereich:
Institut für Eisen- und Stahltechnologie
Ansprechpartner:
Prof. Piotr R. Scheller
E-Mail: schelleratiest [dot] tu-freiberg [dot] de

Fragen beantwortet / Contact: 
Elena Volkova