ITUN zieht internationale Gastwissenschaftler nach Freiberg

Die drei internationalen Gäste zusammen mit den unterstützenden ITUN-Mitarbeiten
Seit Mitte September forschen Gastwissenschaftler aus Spanien, Frankreich und China am Institut für Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik (ITUN) der TU Bergakademie Freiberg.

International anerkannt ist das ITUN besonders für seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der in situ Analyse verfahrenstechnischer Prozesse mittels selbst entwickelter optischer Messverfahren. Diesbezüglich verfügt das Institut über eine herausragende Expertise und über eine einzigartige Ausstattung zum großen Teil selbst entwickelter und maßgeschneiderter, optischer Spezialmesstechnik. Diese stellen die Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung herausfordernder Messaufgaben dar. So kommt es, dass Wissenschaftler und Doktoranden von internationalen Forschungseinrichtungen gerne als Gastwissenschaftler ans ITUN kommen und während ihrer Aufenthaltsdauer versuchen mehr über verfahrenstechnische Prozesse herauszufinden.

Tijana Adamovic von der Universidad de Valladolid (Spanien) untersucht beispielsweise die hydrothermale Zersetzung von Biomasse. Hierfür hat sie Ihren Versuchsstand bis Mitte Dezember aus Valladolid nach Freiberg verlegt und erforscht aktuell optische Messtechniken zur Analyse des schnellen Zersetzungsprozesses von Lignin in Wasser.

Roger de Souza Lima von der Ecole des Mines d'Albi-Carmaux (Frankreich) untersucht im Rahmen seiner Doktorarbeit die Bildung von Feststoffpartikeln/Pulvern mittels der Sprühtrocknung. Zu diesem Zweck hat er einen Versuchsstand aufgebaut, an dem an schwebenden Einzeltropfen die Verdunstung des Lösungsmittels aus dem Tropfen und gleichzeitig die Kristallisation des Feststoffs im Tropfen visualisiert werden kann. Die Ergebnisse will der französische Doktorand anschließend auf die Partikelbildung mittels Sprühtrocknung übertragen.

Zheng Li von der Chongqing University (China) beschäftigt sich im Rahmen seiner Doktorarbeit mit der Abtrennung von Kohlenstoffdioxid aus Gasgemischen. Eine Möglichkeit hierfür stellt die Speicherung/Entsorgung des Kohlenstoffdioxids in Form des Feststoffs „Gashydrat“ dar. Für die kommenden 12 Monate erhält er dafür vom China Scholarship Council ein Forschungsstipendium am ITUN. Diese Zeit wird er nutzen um mittels der Ramanspektroskopie mehr über die Gashydratbildung bei hohen Drücken und tiefen Temperaturen herauszufinden.

Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Andreas Bräuer, Tel.: 03731/39-2376