Internationale Studenten der Stahltechnologie erhielten DAAD-Stipendium

Gruppenbild
Zwei internationale Studenten des neuen englischsprachigen Master-Studienganges TAIEM erhielten am 19. Juni ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

Ausgezeichnet wurden Padinhate Purayil Sohan aus Indien und Yaroshevskyi Serhii aus der Ukraine, die beide den neuen ingenieurwissenschaftlichen Studiengang „Technology and Application of Inorganic Engineering Materials (TAIEM)“  mit Schwerpunkt Stahlkonstruktion studieren. Die beiden Studenten haben die besten Studienleistungen erzielt und erhalten ein Stipendium von 300 Euro/Monat)

Die finanzielle Unterstützung erfolgt im Rahmen des Programms „Matching Funds“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) sowie aus der Wirtschaft durch das weltweit führende Stahl- und Bergbauunternehmen ArcelorMittal. Die Stipendien können von Hochschulen eigenständig an ausländische Studierende und Doktoranden vergeben werden.

Am 19. Juni fand eine Orientierungsveranstaltung für das Studium der Eisen- und Stahltechnologie und die beiden Masterstudiengänge "Technology and Application of Inorganic Engineering Materials (TAIEM)" und "Metallic Materials Technology (MMT)"/ Vertiefung "Eisen- und Stahlerzeugung" statt.

Dabei stellte Prof. Olena Volkova, Direktorin des Instituts für Eisen- und Stahltechnologie, Ablauf und Inhalte des Studiums vor  und erläuterte, welche Fähigkeiten und Kenntnisse die Studenten erlangen sollen, um später im industriellen Umfeld einen Beruf zu ergreifen. Dr. Ralf-Peter Bösler, Geschäftsführer der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, präsentierte mögliche Tätigkeiten im industriellen Umfeld, insbesondere in seinem Konzern. Er stellte strategische Maßnahmen vor, wie auch in Zukunft eine nachhaltige Stahlerzeugung mit geringeren CO2-Emissionen sichergestellt werden kann.  

Die Stahlindustrie steht vor enormen Herausforderungen hinsichtlich der geplanten Absenkung von CO2-Emissionen. Zusammen mit Industriepartnern werden alternative Prozesse untersucht und erforscht. Dazu gehört die Direktreduktion, bei der Eisenoxid nicht mehr karbothermisch, sondern hydrothermisch mit Wasserstoff reduziert wird. Dozenten aus der Industrie informieren die Studenten im Rahmen der Lehrveranstaltung „Industrieller Umweltschutz“ über die aktuellen Anforderungen, die an die Stahlindustrie gestellt werden und welche Maßnahmen ergriffen werden, um aktuelle Emissionsgrenzwerte einzuhalten. Zahlreiche experimentelle Studienarbeiten werden thematisch in Abstimmung mit Industriepartner durchgeführt und halten somit auch Einzug in die Lehrinhalte der Universität.

 Im Anschluss fand eine Führung durch die metallurgische Hallen und Versuchsfelder des Instituts für Eisen- und Stahltechnologie statt.

Weitere Informationen: https://tu-freiberg.de/fakult5/iest/studium/taiem 

Ansprechpartner: 
Prof. Dr.-Ing. Olena Volkova, Tel 03731 / 39-3100