Interdisziplinäres Forschungsteam für Glas der Barockzeit zu Besuch in Freiberg

Mitarbeiter der Universität am Glasofen
Die Forscherinnen und Forscher um das noch junge BMBF-Projekt „Glas - Material, Funktion und Bedeutung zwischen 1600 und 1800 in Thüringen“ trafen sich am 18. und 19. Februar zum Workshop an der TU Freiberg.

Ziel des Glasprojektes ist die Erforschung von Produktion, Handel und Erwerb von Glasprodukten aller Art. Im Fokus steht dabei die wirtschaftliche Bedeutung, die ästhetische Bewertung sowie ihre sozial stratifizierte Nutzung und Funktion. Die größte Herausforderung besteht in der zerstörungsfreien Materialanalyse des Kulturguts Glas.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BMBF-Projektes stammen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen, wie der Mineralogie und Geologie, der Kunstgeschichte, der Wirtschaftsgeschichte, der Kulturgeschichte, der Technikgeschichte und der Wissensgeschichte.

Die Freiberger Mineralogen haben bereits einige Erfahrungen mit Edel- und Schmucksteinen des Grünen Gewölbes, der Rüstkammer und mit Meißner Porzellan aufzuweisen. Diese Erfahrungen teilte Prof. Dr. Gerhard Heide von der TU Bergakademie Freiberg mit den Kooperationspartnern von der Justus-Liebig-Universität Gießen und vom Schlossmuseum Arnstad.

Bei ihrem Besuch schauten sich die Forscherinnen und Forscher unter anderem das Institut für Mineralogie und die Geowissenschaftlichen Sammlungen an. Anschließend bekamen die Gäste einen Einblick in das Glasschmelzen an der Professur für Glas- und Emailtechnik. Ein Besuch im Forschungs- und Lehrbergwerk „Reiche Zeche“ der TU Bergakademie Freiberg rundete den Tag in Freiberg ab.

Forscherteam hört Mitarbeiter des Instituts zu
Das heiße Glas während der Auskühlung
Mann hält Glasfaser in der Hand
Zwei Gefäße mit Rohstoffen für Glas
Schaukasten mit bunt eingefärbten Gläsern
Forscherteam vor Vitrine mit Glassammlung
Gruppenbild des Forscherteams vor dem Eingang des Wernerbaus