Institut für Werkstoffwissenschaft feiert 100-jähriges Gründungsjubiläum

Der Mittelbau: das erste metallurgische Laboratorium der Bergakademie © FAN / St
Gemeinsam mit Freunden, Wegbegleitern und Ehemaligen feiert das Institut für Werkstoffwissenschaften am 6. und 7. Oktober die 100-jährige Geschichte der Metallkunde in Freiberg.

Seit 100 Jahren unterstützt das Institut für Werkstoffwissenschaft (IWW) die Werkstoffforschung in Freiberg maßgeblich. Die Forscher untersuchen die Mikrostruktur von Werkstoffen, um anhand ihres inneren Aufbaus die physikalischen Eigenschaften dieser zu verbessern.

Freiberg ist einer der wenigen Standorte in Deutschland, an dem Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Entwicklung eine solch starke Einheit bilden. Das Institut ist in der regionalen und internationalen Forschungslandschaft, aber auch innerhalb der Universität stark vernetzt. Mit der Fakultät für Physik und Chemie sowie mit der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau beispielsweise bestehen aufgrund der naturwissenschaftlichen Forschungsbasis enge Verbindungen.

Damit bietet die TU Bergakademie Freiberg beste Voraussetzungen für eine praxisnahe Ausbildung künftiger Werkstoffingenieure. Mit ihren Kenntnissen aus der Werkstoffwissenschaft, der –technologie und dem –recycling sowie aus der Betriebswirtschaftslehre und dem Managementbereich sind die Absolventen des in Deutschland einmaligen Diplom-Studiengangs Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie weltweit gefragt.

Das Jubiläum wird am 6. und 7. Oktober in der Alten Mensa in Freiberg gefeiert. Prof. Dr. David Rafaja, der jetzige Direktor des Instituts für Werkstoffwissenschaft, Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Jürgen Hirsch, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde, sowie Prof. Dr. Günter Gottstein (RWTH Aachen), Ehrendoktor der TU Bergakademie Freiberg, begrüßen die Gäste. Beim Absolvententreffen am Abend des 6. Oktober treffen sich über 150 Absolventen des IWW. 

Zur Geschichte: 

Das heutige IWW entstand aus dem ehemaligen Institut für Metallographie und späteren Institut für Metallkunde. Um 1916 war das Institut in Deutschland eines der ersten seiner Art. Seine Gründung spiegelte die in dieser Zeit sehr aktuell aufkommenden Bestrebungen wider, die Eigenschaften von Werkstoffen anhand deren mikroskopischen Aufbaues zu untersuchen. Damit stellte sich die Metallographie als eigenständiges Wissenschaftsfeld gegenüber der Metallurgie heraus. In den darauffolgenden Jahren untersuchten die Freiberger Wissenschaftler neben den metallischen Werkstoffen auch anorganische Systeme wie Keramiken, Hartstoffe oder Funktionswerkstoffe. Mit der breiter gewordenen thematischen Ausrichtung erfolgte im Jahr 2006 ein Namenswechsel hin zum Institut für Werkstoffwissenschaft.