Industriedenkmal „Seilscheibe Wismut“ eingeweiht

Menschengruppe vor roter Seilscheibe.
Eine der letzten Seilscheiben der Wismut-Bergwerke steht nun als Industriedenkmal an der Leipziger Straße auf dem Campus der TU Bergakademie Freiberg. Sie wurde im Rahmen des Symposiums „Seile im Bergbau“ vom Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, eingeweiht.

Über die umfangreichen Kosten der bergbaulichen Sanierungsarbeiten in Sachsen wird zuvor Prof. Dr. Georg Unland, früherer Finanzminister des Freistaates und derzeit als Professor am Institut für Aufbereitungsmaschinen tätig, referieren. Dr. Stefan Mann von der Wismut GmbH Chemnitz spricht über die Fördergerüste und Fördertürme der SAG/SDAG Wismut. 

Die Seilscheibe vom Förderturm des Schachtes 388 des Bergbaubetriebes Königstein wurde im Jahr 1965 installiert und war bis zur Schließung des Bergwerkes im Jahr 2013 in Betrieb. 

Als „ein Mahnmal, das zum Nachdenken über die eigene Geschichte anregt“, würdigte Prof. Barbknecht das Denkmal. Die umfangreichen Uranförderungen im Süden der DDR hätten über Jahrzehnte dafür gesorgt, dass die Sowjetunion beim atomaren Wettrüsten im Kalten Krieg mit den USA mithalten konnte. Schäden an der Natur oder der Gesundheit der Bewohner wurden hierfür in Kauf genommen. Seit der Wiedervereinigung 1990 wurden beträchtliche Summen in die aufwändige Rekultivierung der früheren Förderstätten gesteckt, die bis heute noch nicht vollständig abgeschlossen wurdei. 

Weitere Informationen: https://tu-freiberg.de/fakult4/iam

Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Georg Unland, Telefon 03731 / 39-3780