Hydraulische Presse für vielfältige Rohstoffe

Ein Mann in blauer Arbeitsjacke zeigt vier Männern ein schwarzes Brikett
Ein Freiberger Startup entwickelt eine hydraulische Presse für Rest- und Abfallstoffe sowie fossile und mineralische Rohstoffe. So sollen bspw. Zuckerrohr-Reste aus Vietnam zu Brikett gepresst und zum Kochen und Heizen verwendet werden, ebenso weitere Ernteabfälle, Sägespäne, Klärschlamm oder Kohle.

Das Konzept der energieeffizienten, voll automatisierten Universalpresse ist dem Pressen von Kohle zu Briketts nachempfunden. Das neue Verfahrenskonzept orientiert sich an den Standards einer Prozessintegration im Sinne der Industrie 4.0 und öffnet durch seine modulare Bauweise vielfältige industrielle Anwendungsbereiche. Für das Projekt „Energetisch optimierte, verschleißreduzierte Agglomerationstechnik“ (EVA) erhält das fünfköpfige Gründerteam  seit April vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine EXIST-Förderung von rund 750 000 Euro. Bis November 2019 wollen die Jungunternehmer, davon zwei Absolventen der Bergakademie, den Prototyp einer hydraulischen Presse entwickeln, der anschließend auf den Markt gebracht werden soll. Schon vor Projektbeginn wurde ein Demonstrator im Labormaßstab gebaut, mit dem umfangreiche Tests mit unterschiedlichen Rohstoffen durchgeführt wurden. Ein Patentantrag ist bereits eingereicht.

Zum interdisziplinären Team gehören zwei Maschinenbauingenieure, ein Elektrotechniker, ein Verfahrenstechniker und ein Betriebswirtschaftler. Das Projekt wird durch das Gründernetzwerk SAXEED der TU Bergakademie Freiberg gefördert. Inhaltliche Unterstützung kommt von Prof. Dr.-Ing. Andreas Bräuer, Leiter des Instituts für Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik (ITUN),  und Dr.-Ing. Hans-Werner Schröder, dem Leiter der AG Naturstoffverfahrenstechnik am ITUN.

Weitere Informationen: http://tu-freiberg.de/fakult4/itun

Ansprechpartner: 
André Schmidt, Tel 03731/39-3913