Gymnasiasten stellen Videofilm zur Kooperation Schule - Universität - Wirtschaft vor

Acht Gymnasiasten vom Agricolagymnasium Höhenmölsen präsentierten am 25. Februar an der TU Bergakademie Freiberg ihren Videofilm "Kooperation zum Erfolg". Darin stellen sie aus Schülersicht die seit 2007 bestehende Partnerschaft zwischen Gymnasium, Universität und Mitteldeutscher Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) vor.
Von der Planung über das Drehbuch bis zum Schneiden haben die Jugendlichen, die alle in einer Schülerfirma aktiv sind, den Streifen innerhalb eines Jahres produziert. Unterstützung erhielt das Projekt von Lehrern, der Freiberger Universität und der MIBRAG.

Der neunminütige Film beginnt mit den drei Begriffen Schule, Uni, Wirtschaft. In dieser Reihenfolge suchen die jungen Leute vor Ort mit der Kamera Antworten auf die Frage aus dem Projektunterricht: Was wähle ich nach dem Abitur? Studium oder Beruf? "Unser Ziel war es, vor allem das Interesse für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge zu wecken und zeigen, dass es dafür Chancen in der Region gibt", erläutert Martin Schröter. Der Zwölfklässler ist sowohl Leiter des Filmteams als auch "Chef der Schülerfirma.

"Die Idee dazu stammt von der Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der MIBRAG", berichtet Ludmila Gromova. "Sie fragte uns im Januar 2009, ob sich unsere Schülerfirma diese Aufgabe zutraut." Schon wenige Tage später fanden sich Interessenten zum ersten Treffen ein. Im April wurde das Drehbuch geschrieben und kurz vor Weihnachten galt es aus rund 120 Minuten Filmmaterial die besten Szenen herauszuschneiden. Im Januar stellten die Gymnasiasten nun das Ergebnis ihren Mitschülern und Lehrern vor.

Auch an der TU Bergakademie gab es Anerkennung dafür. "Eine gelungene Teamarbeit", lobt Rektor Prof. Bernd Meyer die jungen Leute nach der Aufführung im Senatssaal. "Das habt ihr toll gemacht. Der Film ist eine gute Werbung, bestehende Netzwerke zu nutzen, die bei der Wahl der passenden Studienrichtung helfen. Wir werden ihn auf unsere Homepage stellen."

Anteil am Gelingen des Films hat auch Diplom-Geologin Annika Friedrich. Ihre Biografie bewegt sich genau in dem bestehenden Kooperationsdreieck. Nach dem Abitur am Agricolagymnasium Hohenmölsen studierte sie Geologie in Freiberg und arbeitet seit Herbst 2009 in der technischen Planung bei der MIBRAG. Sie begleitete im Juni 2009 die Schüler bei den Dreharbeiten und Interviews auf dem Campus. Gemeinsam mit Lehrerin Karin Steinbach, die das Gymnasium im Kooperationsgremium vertritt, drückte sie den Schülern bei ihrer Präsentation in Freiberg die Daumen.

Auf die Frage von Rektor Prof. Meyer, ob die Schüler weitere gemeinsame Filmprojekte planen, gab es ein klares Ja. "Falls ihr noch Ideen sucht: Wie wäre es, wenn ihr aus Schülerperspektive Studiengänge oder neue Werkstoffe und Technologien an unserer Universität vorstellt? Da gibt es interessante Experimente und viel zu sehen."
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Dr. Sabine Schellbach