Große Resonanz für Bildungsangebote zur Landesausstellung 2020 an der TU Bergakademie Freiberg

Gruppe Menschen beobachtet Versuch unter Tage
Die Planungen für den Schauplatz Erz zur 4. Sächsischen Landesausstellung vom 25. April bis 1. November 2020 in Freiberg laufen. Mit zwei komplett neu konzipierten Touren und einer Ausstellung wendet sich die Landesausstellung auch an Schüler/innen. Die Angebote sind bereits jetzt sehr gefragt.

Ab April 2020 sind die EntdeckerTour (Schnupperkurs im Bergbau) und die ForscherTour (Expedition in die Welt der Wissenschaft untertage) sowie die begleitende Rohstoff-Ausstellung „Vom Salz des Lebens“ im Forschungs- und Lehrbergwerk der TU Freiberg I Silberbergwerk Freiberg erlebbar. Seit September können Schulklassen ihre Tour zur Landesausstellung  reservieren. Eingegangen sind bis jetzt bereits über 600 Anmeldungen von mehr als 40 Schulklassen aus ganz Sachsen, unter anderem aus Leipzig, Görlitz, Dresden und Großenhain sowie Burgstädt. Damit sind die Angebote für Schüler bereits zu gut einem Drittel ausgebucht. Auch bei Reisegruppen zieht die Nachfrage an.

Die Plätze sind aber aus organisatorischen und aus rechtlichen Gründen (Betriebssicherheit) begrenzt. „Alle Schulklassen, die sich noch nicht angemeldet haben oder keinen Platz mehr für die Zeit der Landesausstellung bekommen, brauchen aber nicht traurig zu sein, denn die komplett neu konzipierten Touren und Angebote sind auf Dauer ausgerichtet und stehen den Besuchern auch nach dem 1. November 2020 weiterhin zur Verfügung – dann allerdings auch für Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren kostenpflichtig“, erklärt Cornelia Hünert, die die Landesausstellung am Standort Freiberg mitkonzipiert. Und selbstverständlich kann die Landesausstellung am Schauplatz Erz auch im Rahmen einer öffentlichen Führung erlebt werden.

Das Forschungs- und Lehrbergwerk der TU Bergakademie Freiberg ist ein aktiver Bergwerksbetrieb, der sowohl touristisch als auch seit 100 Jahren für die Forschung und Lehre der Universität genutzt wird. Deutschlandweit gibt es fast 200 Besucher- und Schaubergwerke. In ihrer Doppelfunktion als Besucher- sowie einziges unieigenes Forschungs- und Lehrbergwerk ist die Reiche Zeche eine Besonderheit unter den Standorten der Landesausstellung und ein Unikat, das sich grundlegend von historischen Schauanlage unterscheidet. Die Anlage gehört zur Himmelfahrt Fundgrube und gehört seit Juni 2019 als eines von insgesamt 176 Objekten zum Welterbe "Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří".

Die 4. Sächsische Landesausstellung findet vom 25. April bis 1. November 2020 statt. Sie lässt die Region Südwestsachsen im „Jahr der Industriekultur“ als ein bedeutendes Zentrum der europäischen Industrialisierung lebendig werden. Die große Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau, die vom Deutschen Hygiene-Museum Dresden ausgerichtet wird, präsentiert ein breites kulturhistorisches Panorama der sächsischen Industrieentwicklung. Parallel dazu finden an sechs Orten der sächsischen Industriegeschichte branchenspezifische Schauplatzausstellungen statt. Ausrichterin der Schauplatzausstellung „SilberBoom“ ist die TU Bergakademie Freiberg in Kooperation mit dem Förderverein Himmelfahrt Fundgrube Freiberg/Sachsen e.V. und Unterstützung der Stadtverwaltung Freiberg.          

Die 4. Sächsische Landesausstellung ist ein Projekt des Freistaates Sachsen, das vom Deutschen Hygiene-Museum Dresden koordiniert wird. Sie wird mitfinanziert auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes des Freistaates Sachsen.

Weitere Informationen zur Landesausstellung:

Ansprechpartner: 
Cornelia Hünert; Tel.: + 49 3731 39-4593