Griffith Medaille der European Structural Integrity Society für Emeritus Prof. Dr. Meinhard Kuna

Prof. Kuna bei der Verleihung
Auf der 23. Europäischen Bruchkonferenz (European Conference on Fracture ECF23), die im Juli 2022 in Funchal (Portugal) stattfand, wurde Prof. Dr. Meinhard Kuna mit der Griffith Medaille ausgezeichnet.

Diese hohe Ehrung wird von der European Structural Integrity Society (ESIS) alle zwei Jahre an Wissenschaftler vergeben, die international herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Bruchforschung geleistet haben. Die Medaille wurde nach einem der Begründer der modernen Bruchmechanik, dem Engländer A.A. Griffith, benannt.

Mit dieser Ehrung wird die 50-jährige wissenschaftliche Tätigkeit von Prof. Kuna auf dem Gebiet der theoretischen und angewandten Bruchforschung gewürdigt. Die Schwerpunkte lagen auf der Entwicklung numerischer Berechnungsmethoden (FEM, BEM, DEM), der Bruchsicherheitsbewertung technischer Bauteile sowie der mikromechanischen Modellierung von Versagensprozessen in metallischen, keramischen und multifunktionalen Materialien. Mit mehr als 270 international referierten Veröffentlichungen (h-Index = 34) und einem von TEXTY ausgezeichnetem Lehrbuch hat er maßgeblich zur Weiterentwicklung des Fachgebietes beigetragen. Prof. Kuna ist seit 1996 Mitglied der ESIS, wurde 2008 zum ESIS Fellow berufen und war von 2003-2009 Mitglied des Vorstands. Von 2003-2007 war er Vertreter der Deutschen Bruchmechanik in der ESIS und brachte die 18. ECF Konferenz 2010 nach Dresden. Er engagiert sich in der ESIS im Technischen Komitee „Numerical Methods“ und als Referent in ESIS Sommerschulen.

Über die European Structural Integrity Society

Die ESIS (European Structural Integrity Society) ist die führende europäische Fachgesellschaft zur Entwicklung und Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf dem Gebiet der Sicherheit, Lebensdauer und Integrität von technischen Anlagen, Bauteilen und Konstruktionen. Dabei werden alle Aspekte der Bruchsicherheit, der Betriebsfestigkeit sowie der Ermüdung, Schädigung und Korrosion von Werkstoffen betrachtet. Unter dem Dach der 1979 gegründeten ESIS vereinigen sich 27 nationale Fachgesellschaften aus Europa. Zum Zweck der wissenschaftlichen Forschung und Vereinheitlichung von Prüfstandards sind im Rahmen der ESIS zwanzig verschiedene Technische Komitees auf speziellen Teilgebieten aktiv. Als Höhepunkt der Aktivitäten organisiert die ESIS alle zwei Jahre in einem ihrer Mitgliedsländer eine internationale Konferenz (European Conference on Fracture ECF) inkl. Sommerschule für Nachwuchswissenschaftler.

Fragen beantwortet / Contact: 
Prof. Björn Kiefer, Bjoern.Kiefer@imfd.tu-freiberg.de