Gewinner des Schülerwettbewerbs „Rettet mit uns das Gletschereis“ ausgezeichnet

Prof. Biermann mit dem Gewinner Wilhelm Stockmann und dessen Kühlbox
In diesem Jahr waren Schüler und Schülerinnen dazu aufgefordert, aus haushaltsüblichen Materialien eine Kühlbox herzustellen, die einen Eisblock so lange wie möglich vor dem Auftauen bewahrt. Am Ende gewann die Kühlbox von Wilhelm Stockmann (Klasse 11, Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg).

Zum Wettbewerb wurden insgesamt 39 Kühlboxen eingereicht. Aufgabe war es, eine nach unten offene Kühlbox aus haushaltsüblichen Gegenständen und Materialien zu fertigen, die über einen Eisblock der Größe 7 × 7 × 7 cm³ gestülpt so lang wie möglich kühlt. Kommerzielle Dämmstoffe, wie zum Beispiel Styropor waren nicht erlaubt. In jedem Eisblock wurde ein 3D-gedruckter Dinosaurier eingefroren, der als Referenz für die Tests und Bewertungen der Jury diente. Diese fanden unter harten Bedingungen bei 30°C Außentemperatur statt. Die Eisblöcke wurden zum Beginn des Testes und dann nach drei, sechs, neun und 12 Stunden gewogen.

Gewinner war die Kühlbox von Wilhelm Stockmann, bei der der Eiswürfel nach 12 Stunden mit 27 Gramm noch das größte (relative) Gewicht aufwies. „Mich hat vor allem die Idee fasziniert, mit einfachen Mitteln eine gute Wärmeisolierung herzustellen und mich dadurch noch einmal bewusst mit dem Klimawandel und seinen Folgen zu beschäftigen. Für meine Kühlbox habe ich Zeichenkarton, Aluminiumfolie und Luftpolsterfolie verwendet“, erklärt der Schüler.

Bedeutung des Eises und Auswirkungen der globalen Erwärmung

Die globale Erwärmung ist allgegenwärtig. Überall ist das Eis auf dem Weg, sich in Wasser zu verwandeln und niemand weiß, was darunter zum Vorschein kommen wird. Dabei ist Eis essentiell für die Erde, wie wir sie kennen, denn das Polareis ist ein wichtiger Teil des Wasserkreislaufs und stellt unsere größten Süßwasserreserven dar. Außerdem ist Eis ein wichtiger meteorologischer Faktor bei der Wetterbildung. Den wichtigsten Beitrag zu unserem Klima liefert Eis aber in Form seiner Fähigkeit, eingestrahltes Sonnenlicht zu reflektieren (Albedo). Dieser Effekt trägt im Wesentlichen zu einer einigermaßen konstanten Temperatur auf der Erde bei. Je weniger Sonnenlicht reflektiert wird (bei wenig Eis), desto mehr Energie wird in der Erde gespeichert, wodurch diese sich aufwärmt.

Die TU Bergakademie Freiberg weiß um diese Herausforderungen und bietet jungen Menschen mit ihren natur-, geo- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen optimale Ausbildungsmöglichkeiten, um selbst Lösungen für die globalen Probleme zu finden und gemeinsam eine nachhaltige, klimafreundliche Welt zu schaffen. „Daher ist es umso schöner, dass sich so viele junge Menschen an dem Schülerwettbewerb zum diesjährigen Motto beteiligt und sich ganz aktiv mit unserem Ökosystem und dem Klimawandel beschäftigt haben“, erklärt Dr. Anja Weidner vom Institut für Werkstofftechnik der TU Bergakademie Freiberg.

Hintergrund: Schülerwettbewerb Werkstoffe

Der Schülerwettbewerb zum Thema Werkstoffe an der TU Bergakademie Freiberg findet seit 2011 statt. Organisiert wird der Wettbewerb für Schüler/innen aus ganz Sachsen von den Mitarbeiter/innen der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie in Kooperation mit dem Schülerlabor der Fakultät.

In diesem Jahr stand das Motto „Rettet mit uns das Gletschereis“ im Fokus des Schülerwettbewerbs. Neben Wilhelm Stockmann wurden bei der Preisverleihung am 7. Oktober auch noch weitere Schüler/innen ausgezeichnet. So erhielten Hannah Fuhrmann, Johanna Barg, Melanie Paschka und Sarah-Aliyaah Kalu (Klassenstufe 9 des Landkreis-Gymnasium St. Annen, Annaberg-Buchholz) den Preis für die kreativste Kühlbox; Samira Beyer (Klassenstufe 11 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Freiberg) den Preis für das beste Protokoll; Florentine Streek, Anne Dittrich und Leonie Gerber (Klassenstufe 9 des St. Annen-Gymnasiums Annaberg-Buchholz) den Preis für die beste Gruppenleistung und Hannah Kabisch (Klassenstufe 11 des Geschwister-Scholl Gymnasiums Freiberg) den Preis als beste Teilnehmerin. Die Geschwister Linda und Melissa Ogrisek aus Rödermark nahmen bereits das 2. Mal an dem Schülerwettbewerb teil und wurden dafür mit einem Sonderpreis geehrt.

Mit der Preisverleihung beginnt für die Schüler/innen zudem ein spannender Forschungstag an der TU Bergakademie Freiberg. Auf dem Programm steht dabei unter anderem ein Workshop zum Thema „3D-Drucken“ sowie der Besuch eines „Escape-Rooms“.

Fragen beantwortet / Contact: 
Prof. Dr.-Ing. habil. Horst Biermann, biermann@ww.tu-freiberg.de