Geologische Feldforschung zwischen Freiberg und Antarktis: Fotoausstellung in der terra mineralia

Studenten bei Geländeexkursion
Bei der Ausstellung „Zwischen Freiberg und der Antarktis: Ein fotografischer Blick auf die geologische Feldforschung“ geht es um die wissenschaftliche Arbeit im Gelände. Die Ausstellung mit rund 50 Fotos wurde am 19. Juli eröffnet und ist bis Ende des Jahres im Schloss Freudenstein zu sehen.

Nach dem Erfolg der letztjährigen Fotoausstellung über die Gesichter des Kleinbergbaus präsentiert die terra mineralia, Dauerausstellung der TU Bergakademie Freiberg, nun eine zweite Fotoschau. 

Die Studierenden und angehenden Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg und des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) waren an den entlegensten Orten auf der ganzen Welt. Ihre Exkursionen führten sie nach Marokko, Ägypten, Chile, USA, Schweden und sogar in die Antarktis. Die Fotografien stammen von Exkursionen und Expeditionen, die von den Professoren Christoph Breitkreuz, Olaf Elicki und Jörg Schneider und ihren Studierenden unternommen wurden sowie von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Petya Atanasova und dem Doktoranden Thomas Heinig. 

Bereits seit über 100 Jahren sind Expeditionen, Geländearbeiten, Exkursionen und Feld-Praktika ein fester Bestandteil eines jeden Geologie-Studiums und wissenschaftlicher Arbeiten hier an der TU Bergakademie Freiberg und ebenso am 2011 gegründeten Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF), das zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf gehört und eng mit der Universität kooperiert. 

In den ersten Feldpraktika üben sich die Studierenden im grundlegenden Umgang mit Hammer und Messlatte, um sich bei späteren Exkursionen der Herausforderung zu stellen, auch bei 40° C im Schatten, in einem unbekannten Land, konzentriert ihre Dokumentation zu Papier zu bringen. Den Höhepunkt einer solchen kostenintensiven und mit vielen, oftmals monatelangen, organisatorischen Vorarbeiten verbundenen Feldforschung bilden Expeditionen, die länger dauern. Mit einem sehr spezifischen Forschungsziel vor Augen, arbeiten Doktoranden und bereits renommierte Wissenschaftler dabei gemeinsam intensiv an einer geologischen Fragestellung, nicht selten in einer unwirtlichen Umgebung und mit unsicherem Ausgang. 

Aber auch stärker wirtschaftlich orientierte Feldforschungen sind an der Tagesordnung, wie die Forschungsarbeit der Doktorandin Petya Atanasova vom Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) zeigt. In ihrer Forschungstätigkeit am HIF untersucht Petya Atanasova für ihre Doktorarbeit die schwedische Lagerstätte Norra Kärr. Für die Versorgung der EU spielt besonders Norra Kärr eine Rolle, da es eine der größten bisher entdeckten, potentiellen Lagerstätten in der EU mit Schweren Seltene Erden Elementen (SSEE) ist. . Bisher ist China der Hauptexporteur für die Seltenen Erden, die u.a. auch für Handys verwendet werden. Durch den Preisanstieg bei Seltenen Erden auf dem internationalen Markt im Jahr 2012 gewann die Forschung auf diesem Gebiet schlagartig an Bedeutung. 

Weitere Informationen: www.terra-mineralia.de

Ansprechpartner: 
Anna Dziwetzki, terra mineralia, 03731/ 394651
Ausstellungstafeln
Studenten in Felsgelände.
Studenten bei Großer Exkursion in Utah.
Studenten untersuchen Gesteinsformation an der Ostsee.
Studentengruppe im Felsmassiv.