Freiberger Wissenschaftler nehmen neuen Wasserkanal für Strömungsexperimente in Betrieb

Ein Mann und eine Frau beobachten einen Gegenstand im Wasserkanal
Das neue Großgerät an der Professur für Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen der Technischen Universität Bergakademie Freiberg dient zur Erforschung komplexer Strömungsphänomene und zur Analyse von Fluid-Struktur-Wechselwirkungen in Wasser.

In dem neuen Gerät werden insgesamt drei Kubikmeter Wasser im Kreislauf gefördert. Das Wasser durchläuft dabei eine für die Beobachtung zugängliche Messtrecke von insgesamt fünf Metern Länge. Die Strömung erreicht dabei Reynoldszahlen von bis zu 200000.

Neuer Wasserkanal in der Versuchshalle A der Professur für Strömungsmechanik und StrömungsmaschinenZum Einsatz kommt das neue Großgerät künftig in der Lehre, aber auch in wissenschaftlichen Projekten. So können Studierende die Inhalte der Strömungslehre direkt in der Praxis anwenden. Dafür werden beispielsweise Gegenstände in das Wasser des Strömungskanals eingetaucht und deren Wechselwirkungen mit der Wasserströmung anhand moderner laseroptischer Messverfahren analysiert. Dank der Konfiguration des neuen Wasserkanals können die Wissenschaftler/innen künftig sogar die Bewegung von frei schwimmenden Gegenständen verfolgen.

Bei der Nacht der Wissenschaft und Wirtschaft am 22. Juni haben Besucher/innen die Möglichkeit, den neuen Wasserkanal in Aktion zu erleben. Im Weisbach-Bau (Lampadiusstraße 4, Versuchshalle A) können große und kleine Forscher/innen unter anderem selbstgebaute Papierflieger und Papierschiffe im Wind- und im neuen Wasserkanal testen. Der beste Flieger und das schnellste Schiff bekommen einen Preis.

Landessignet des Freistaates SachsenDie neue Anlage wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

Mehr Informationen unter:

https://tu-freiberg.de/fakult4/imfd/fluid


Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Rüdiger Schwarze, Tel.: +49 (0)3731 39 2486