Freiberger Universitätsbibliothek hilft mit Energiesparpaket beim Stromsparen

Eine junge Frau präsentiert den Inhalt des Energiesparsets.
Ab dem 5. Juni bietet die Universitätsbibliothek „Georgius Agricola“ der TU Bergakademie Freiberg nicht nur Bücher und elektronische Medien, sondern als erste Einrichtung in Freiberg auch ein Energiesparset.

Mit dem Set kann jeder Bibliotheksnutzer daheim zum Beispiel den Stromverbrauch durch Leerläufe oder den Stand-by-Modus erkennen. Die Aktion startet zum Tag der Umwelt an zahlreichen Bibliotheken deutschlandweit und erfolgt in Zusammenarbeit zwischen dem Umweltbundesamt (UBA) und der No-Energy-Stiftung für Klimaschutz und Ressourceneffizienz. „Als Teil der Ressourcenuniversität ermöglichen wir damit jedem Nutzer, Ressourcenfresser in den eigenen vier Wänden zu identifizieren und damit den ersten Schritt auf dem Weg zu mehr Sparsamkeit gehen zu können“, freut sich die Direktorin der Universitätsbibliothek, Katrin Stump. Das Energiesparpaket kann kostenlos ausgeliehen werden.

„Die effektivste Strompreisbremse setzt beim Stromsparen an! In vielen Haushalten lässt sich durch einfache Maßnahmen Strom sparen, zum Teil in Höhe eines dreistelligen Euro-Betrags pro Jahr“, erklärt UBA-Präsident Jochen Flasbarth. „Mit dem Energiesparpaket helfen Bibliotheken den Nutzerinnen und Nutzern, den aktuellen Stromverbrauch und mögliche Einsparpotentiale zu ermitteln.“ Elektrogeräte wie Computer, Radios oder DVD-Player haben nämlich eines gemeinsam: sie verbrauchen auch dann Energie, wenn sie ihre eigentliche Funktion nicht erfüllen, im sogenannten Standby-Modus. Diese unnötige Energievergeudung verursacht in deutschen Privathaushalten und Büros jährlich Kosten von mindestens fünf bis sechs Milliarden Euro.

Vor allem ältere Geräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen und Trockner verbrauchen meist unverhältnismäßig viel Strom. Daraus lässt sich allerdings nicht schließen, dass neue Geräte grundsätzlich sparsam mit Energie umgehen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen sind zum Teil recht groß. Der Energiekostenmonitor – ein Gerät zur Strommessung – bietet hierfür eine Lösung. Die Universitätsbibliothek selbst hat das Energiesparset bereits getestet und dabei entdeckt, dass die noch im Einsatz befindlichen Computer ca. 400 Watt verbrauchen. Doch nicht mehr lange: „Wir sind gerade dabei, sukzessive neue Geräte zu kaufen, die nur noch 25 Watt benötigen. Das sind gut 90 Prozent weniger als die alten Modelle“, rechnet Stump die Energieeinsparung vor.

Das Energiesparpaket enthält neben einem Strommessgerät und einem Verlängerungskabel mit Ein-/Ausschalter eine ausführliche Bedienungsanleitung, wichtige Informationen zum Energiesparen und einen Aufsteller zum Bewerben des Angebotes. Das kleine Messgerät zeigt – zwischen Steckdose und dem zu untersuchendem Gerät gesteckt – den Stromverbrauch eines Elektrogerätes an. So sieht man, ob die Waschmaschine zum Beispiel auch im ausgeschalteten Zustand Strom zieht. Mit dem Messgerät lassen sich auch die jährlichen Betriebskosten des Kühlschranks ermitteln, was eine gute Entscheidungshilfe für eine eventuelle Neuanschaffung bietet.

Ab dem 5. Juni können Nutzer der Universitätsbibliothek das Energiesparpaket ausleihen und damit ihre persönliche Stromwende zum Tag der Umwelt 2013 starten. Im Angebot der Bibliothek finden sich auch weitere Medien zu den Themen Energiesparen und Klimaschutz. Die No-Energy-Stiftung für Klimaschutz und Ressourceneffizienz publiziert Stromspartipps im Internet unter www.Stromwen.de – der aktuelle Tipp passend zum Projekt lautet „Leihen statt Kaufen“. Als Alternative zum Kauf trägt auch die Ausleihe von Büchern in Bibliotheken aktiv zum Klimaschutz bei - ein Buch kann von vielen Menschen gelesen werden. Das spart Ressourcen und schont den Geldbeutel.

Fragen beantwortet / Contact: 
Katrin Stump