Freiberger Professor zum Vorstandsvorsitzenden des Deutsch-Polnischen Leichtbauzentrums gewählt

Porträt von Prof. Rudolf Kawalla
Prof. Rudolf Kawalla, Leiter am Institut für Metallformung und Prorektor für Forschung, wurde am 16. Juli im polnischen Gleiwitz zum Vorstandsvorsitzenden des Polnisch-Deutschen Zentrums für hybride Leichtbaustrukturen gewählt. Den Beirat ergänzt künftig zudem Prof. Ulrich Prahl, ebenfalls vom IMF.

Bereits am 17. Mai 2018 wurde in Gleiwitz eine Kooperationsvereinbarung für den Aufbau des Zentrums unterzeichnet. Die Partner zielen damit auf die verstärkte interregionale Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Fachkräftequalifizierung und Industrie ab. Partner des Zentrums sind die Schlesische Technische Universität, die Stadt Gleiwitz, die Sonderwirtschaftszone Kattowitz (KSSE), der Verband der schlesischen Luftfahrtindustrie "Bielsko", das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden sowie die TU Bergakademie Freiberg. 

Ein GruppenfotoZur zweiten Sitzung am 16. Juli wurden Vorstand und Beirat gewählt. Der dreiköpfige Vorstand setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden Prof. Dr.-Ing. Rudolf Kawalla (TU Bergakademie Freiberg) sowie den beiden Vertretern Prof. Dr. Malgorzata Szymiczek (Schlesische Technische Universität) und Jacek Bialik (Kattowitzer Sonderwirtschaftszone). Im siebenköpfigen Beirat sind neben fünf polnischen Vertretern auch Prof. Dr. Hubert Jäger (TU Dresden) und Prof. Dr.-Ing. Ulrich Prahl (TU Bergakademie Freiberg) vertreten. Die Ernennungsurkunden wurden anschließend vom Rektor der Schlesischen Technischen Universität, Prof. Dr. Arkadiusz Mezyk, überreicht.

Bereits im September ist ein weiteres Arbeitstreffen in Gleiwitz geplant, bevor Anfang Oktober die polnischen Partner nach Dresden und Freiberg eingeladen werden. Dabei stellen sich die beteiligten deutschen Institute vor. In der Zukunft sind Workshops für das schlesische Automobilcluster sowie ein gemeinsamer Studiengang im Bereich Leichtbau geplant.

Weiterführende Informationen:

Der Leichtbau bildet sowohl in Sachsen als auch in Oberschlesien ein wichtiges Innovationsfeld für Wissenschaft und Wirtschaft. Leichtbaurelevante Industriezweige wie der Automobilbau, Flugzeugbau und Maschinenbau bilden in beiden Regionen Schwerpunkte, so dass sich wirtschaftliche Potentiale für Kooperationen erschließen. Beim hybriden Leichtbau stehen Verbundwerkstoffe und -strukturen aus verschiedenen Materialien im Mittelpunkt, die in der Kombination besondere Eigenschaften aufweisen und z.B. die Herstellung extrem leichter und gleichzeitig sehr sicherer Autokarosserien ermöglichen. 

Die Zusammenarbeit der TU Bergakademie Freiberg mit der Schlesischen Technischen Universität in Gleiwitz reicht bis in die 1950er Jahre zurück. Zudem bestehen langjährige Kooperationsvereinbarungen und Programme zum studentischen Austausch. So haben in den letzten Jahren 30 Studierende aus Gleiwitz im Rahmen von Doppelabschluss-Studiengängen in Freiberg vor allem im Bereich der Werkstofftechnologie studiert.

Ansprechpartner: 
Julia Bachmann, Prorektorat Forschung, Telefon 03731/39-2341