Freiberger Phosphor-Aufbereitung weckt Interesse

Forscher schaut in Recycling-Anlage.
Aus Stroh wird Gold, und aus Abfällen entsteht ein wertvoller Rohstoff: Deutsche Phosphor-Plattform informiert sich am 20. 4. über Phosphorrückgewinnung "Made in Freiberg".

Am Freitag, den 20. April 2018, informieren sich Mitglieder der Deutschen Phosphor-Plattform DPP e. V. im Rahmen einer Veranstaltung aus der Reihe „DPP vor Ort“ in Freiberg über den aktuellen Stand der PARFORCE-Technologie. Das PARFORCE-Verfahren (Phosphoric Acid Recovery From Organic Residues and Chemicals by Electrochemistry) wurde am Institut für Technische Chemie entwickelt und bietet die Möglichkeit aus verschiedenen phosphathaltigen Ausgangsstoffen den enthaltenen Phosphor im Form von hochwertiger Phosphorsäure zu gewinnen. Im Rahmen eines EXIST-Forschungstransferprojektes an der TU Bergakademie wird aktuell die Weiterentwicklung des Prozesses zur Marktreife durchgeführt.

Die PARFORCE Engineering & Consulting GmbH entstand Ende 2017 als Spin Off der TU Bergakademie und bietet u. a. Betreibern von kommunalen Kläranlagen Unterstützung bei der Umsetzung der neuen Klärschlammverordnung (AbfKlärV 2017) an. Auf Basis ihrer umfassenden Erfahrungen im Bereich Phosphor bietet die PARFORCE Engineering & Consulting GmbH nicht nur die eigene PARFORCE-Technologie an, sondern berät Kunden auch im Hinblick auf technische, wirtschaftliche und strategische Fragen im Bereich der Verwertung und Veredlung phosphathaltiger Roh- und Reststoffe im Sinne der Wertstoffchemie.

Gastgeber der Veranstaltung am 20. April sind das Institut für Technische Chemie der TU Bergakademie zusammen mit der PARFORCE Engineering & Consulting GmbH. Am Beginn der Veranstaltung stehen einführende Vorträge zur Phosphorforschung in Freiberg (Prof. Dr. Martin Bertau) und zur Entwicklung des PARFORCE-Verfahrens (Dr. Peter Fröhlich) anschließend erfolgt die Besichtigung der, an der TU Bergakademie errichteten, PARFORCE-Demonstrationsanlage.

Die Deutsche Phosphor-Plattform DPP e. V. führt Wissen und Erfahrungen der Akteure aus den einschlägigen Industrien, öffentlichen und privaten Organisationen sowie aus Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zusammen, mit dem Ziel einer nachhaltigen Nutzung des essentiellen Rohstoffes Phosphor. Seit 2015 hat sie intensiv am Aufbau des Netzwerkes gearbeitet und u. a. Stellungnahmen zur Klärschlammverordnung verfasst, die mit beigetragen haben, das die Verordnung in dieser Form verabschiedet wurde.

Weitere Informationen: https://www.deutsche-phosphor-plattform.de

http://www.parforce-technologie.de 

Ansprechpartner: 
Dr. Peter Fröhlich (Projektleiter PARFORCE), Tel.: 03731 39 3663