Freiberger Mineraloge vom Freistaat geehrt

Zwei Personen
Der Freiberger Mineraloge Götz-Peter Rosetz ist gestern von der sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst für seine ehrenamtliche Arbeit in den Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg ausgezeichnet worden.

Der Diplom-Mineraloge Götz-Peter Rosetz war während seines Berufslebens von 1961 bis 2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter des Gesteinsmechanischen Labors der TU Bergakademie Freiberg. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsleben im Jahr 2003 stand er den Geowissenschaftlichen Sammlungen ehrenamtlich zur Seite. Er arbeitete u.a. mit an der Konzeption und dem Aufbau der Ausstellung „terra mineralia“ im Schloss Freudenstein. Insbesondere wirkte er an der „Zeitreise“ im Saal Afrika mit, hier entwarf er die Ausstellungstexte und pflegte die Kontakte zu den Leihgebern.

Für die Ausstellung „Mineralogische Sammlung Deutschland“ im benachbarten Krügerhaus arbeitete er an der Konzeption des Raumes „Galerie der Modelle“ mit. Für beide Ausstellungen stellte er einen Mineralindex mit über 800 Einträgen für den interessierten Laien zusammen. Er übernahm ehrenamtlich zahlreiche Führungen, darunter auch Sonderführungen zu ausgewählten Themen, z.B. für Apotheker oder Ärzte. Darüber hinaus war der 81-jährige Autor mehrerer Publikationen zu Ausstellungen und zum hundertjährigen Bestehen des Abraham-Gottlob-Werner-Bau, dem Gebäude des Instituts für Mineralogie und den Geowissenschaftlichen Sammlungen.

„Herr Rosetz hat für den Wissenschafts- und Geostandort Freiberg Großartiges geleistet. Ich bin sehr dankbar für den kritischen, inspirierenden und unabhängigen Blick eines Wissenschaftlers, der der TU Bergakademie tief verbunden ist“, würdigte auch Prof. Gerhard Heide, Direktor der Geowissenschaftlichen Sammlungen, das Engagement des Geehrten.

Mit einer Festveranstaltung im Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda würdigt Dr. Eva-Maria Stange insgesamt 26 Bürgerinnen und Bürger für ihr Engagement zur Förderung des sächsischen Museumswesens. Das Spektrum der antragstellenden Museen ist breit, es reichte dieses Jahr z.B. vom Deutschen Stuhlbaumuseum Rabenau über Museum für Druckkunst Leipzig, das Museum der Westlausitz Kamenz und des Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz bis zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Seit 2004 zeichnet das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Sächsischen Museumspreis die verdienstvolle ehrenamtliche Arbeit zur Förderung des sächsischen Museumswesens aus. Mit der ehrenden Anerkennung soll insbesondere die Bedeutung des Ehrenamts stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt werden. Zugleich soll die Ehrung andere Bürger dazu inspirieren, sich verstärkt zivilgesellschaftlich zu engagieren.

Weitere Informationen: https://tu-freiberg.de/geowsam

Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Gerhard Heide, 03731 39-3665