Freiberger Markscheider vermessen historisches Bergwerk in Südtirol

Menschengruppe in Berglandschaft.
Vom 17. bis 23. Juni 2018 vermessen rund zwölf Studenten und Dozenten des Instituts für Markscheidewesen und Geodäsie der TU Bergakademie Freiberg (Deutschland) ein historisches Bergwerk in Südtirol.

Das Schneeberger Bergwerk hat auch eine über 800-jährige Geschichte, die im Landesmuseum Bergbau präsentiert wird. Damit wird das vor zwei Jahren erfolgreich begonnene Projekt fortgesetzt, mit dem eine tragfähige Grundlage für vielseitige, vor allem montanarchäologische Forschung gelegt werden soll. Bei den Arbeiten 2016 wurde übrigens eine bislang unbeachtet gebliebene sog. Markscheidetafel (ins Gestein eingemeißelte Zahl) aus dem Jahre 1717 im Karlstollen wiederentdeckt. Der Schneeberg, das am längsten fördernde Silber-, Blei- und Zinkbergwerk im Alpenraum, ist fast zur Gänze erhalten. Einmalig ist der umfassende Einblick in die 800 Jahre währende Bergbaugeschichte mit Schaustollen, Saumwegen, Bremsbergen, Erzkästen, Pferde- und modernen Seilbahnen sowie einem Arbeiterwohnhaus der Knappen. Funktionstüchtige Maschinen der Erzaufbereitungsanlage zeigen das komplexe Verfahren der Erztrennung.

Ein vielfältiges Vermittlungsprogramm bietet einen authentischen Einblick in die Bergbauwelt. Auch die Arbeiten der Freiberger Vermessungsexperten wird in die Führungen der Tagestour „Erlebnis Bergbau“ einbezogen. Auch die Gäste der Schneeberghütte werden sich in diesen Tagen vor Ort aus erster Hand über die Forschungsarbeiten informieren können.

Weitere Informationen: https://tu-freiberg.de/fakult3/mage

Ansprechpartner: 
Dr. Thomas Martienßen, Telefon 03731 / 39-2875