Freiberger Informatiker forscht mit Leisler-Kiep-Stipendium an androiden Robotern

Der Freiberger Informatiker Heni Ben Amor forscht seit Anfang Februar an der Universität Osaka in Japan an der Entwicklung neuer Verfahren zur Mensch-Maschine-Interaktion. Möglich wurde dieser Forschungsaufenthalt durch ein Leisler-Kiep Reisestipendium für Freiberger Nachwuchswissenschaftler. In dem sogenannten ERATO Synergistic Intelligence Project arbeiten weltweit führende Wissenschaftler an Technologien für androide, das sind hochgradig menschenähnliche Roboter.
Geleitet wird das Projekt von Prof. Minoru Asada und Prof. Hiroshi Ishiguro. Im Vordergrund der Forschung steht die Entwicklung von Verfahren der Künstlichen Intelligenz, die eine sichere Interaktion zwischen Menschen und Robotern erlauben. Hierfür wurde unter anderem der Roboter CB2 (Child Bot Square) entwickelt, welcher zu den modernsten Robotern weltweit zählt. Der CB2 ist mit einer weichen Silikonhaut überzogen, die seine komplexe pneumatische Mechanik und die 197 Hautsensoren verdeckt.

Während seines Aufenthaltes in Japan arbeitet Heni Ben Amor an der Entwicklung von Verfahren, die es CB2 erlauben, aus Interaktionen mit einem menschlichen Gegenüber zu lernen. Insbesondere wird hierfür das von Diplom Informatiker Ben Amor in Zusammenarbeit mit Shuhei Ikemoto entwickelte Consolidation Learning Verfahren weiterentwickelt und angewandt. Shuhei Ikemoto war im Frühjahr 2007 für einen zweimonatigen Forschungsaufenthalt zu Gast in Freiberg. In aktuellen Experimenten untersuchen die Wissenschaftler, wie Roboter sich auf Menschen einstellen können, wenn diese beispielsweise versuchen ihnen beim Aufstehen oder anderen Aktionen zu helfen.

Ben Amor ist Mitarbeiter am Lehrstuhl Virtuelle Realität und Multimedia von Prof. Bernhard Jung des Instituts für Informatik.

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Prof. Bernhard Jung