Freiberger Forscher mit Industrieverein-Förderpreis geehrt

Laudator Jürgen Preiss-Daimler, Preisträger Dr. Rolf Weigand und Präsident Prof.
Für seine Forschungsarbeiten im Bereich der Feuerfestmaterialien erhielt Dr. Rolf Weigand den Richard Hartmann-Preis.

Im Rahmen der Festveranstaltung zum 10. Tag der Industrie und Wissenschaft, den der Industrieverein Sachsen 1828 e.V. am 20. Mai an der TU Chemnitz ausrichtete, erhielt Dr. Rolf Weigand die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Glas- und Emailtechnik wurden damit seine Forschungsarbeiten im Bereich der Standzeitverlängerung von Feuerfestmaterial im Glasschmelzkontakt gewürdigt.

Mit dem „Richard-Hartmann-Förderpreis“ prämiert der Verein jährlich wissenschaftliche Ergebnisse im Freistaat mit einem hohen Praxisbezug, die zur Stärkung der sächsischen Wirtschaft beitragen.  Laudator Jürgen Preiss-Daimler, geschäftsführender Gesellschafter der P-D Group, lobte insbesondere das Durchhaltevermögen des jungen Wissenschaftlers: „Mit Aufnahme seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Jahre 2008 führte Herr Dr. Weigand die mit seiner Diplomarbeit begonnenen vielversprechenden Forschungsarbeiten im Bereich der Standzeitverlängerung von Feuerfestmaterial fort. Die Überführung erster Laborergebnisse in praxisgerechte Anwendungen wurde zunächst über eine Nachwuchsforschergruppe, deren Förderzeitraum mit hervorragenden Arbeitsergebnissen endete, und anschließend über eine Forschungstransferförderung des Bundeswirtschaftsministeriums vorangetrieben. Während dieser Zeit schloss Rolf Weigand im Jahr 2013 auch die Promotion zum Dr.-Ing. ab. Das Ziel der Unternehmensgründung, die im Herbst des vergangenen Jahres unter dem Namen ancorro GmbH erfolgte, hat Dr. Rolf Weigand dabei nie aus den Augen verloren.“

„Über die Auszeichnung freue ich mich sehr und begreife diese als Ansporn und Motivation für unsere weitere Arbeit“, so der Preisträger. Besonderen Dank richtete er an die bisherigen Wegbegleiter und Unterstützer, insbesondere an Doktorvater und Mentor Prof. Heiko Hessenkemper, sein Forscherteam und die Universität: „Ohne die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit aller Akteure, die aus meiner Sicht ein Markenzeichen der Bergakademie ist, wären die bisherigen Ergebnisse nicht zu realisieren gewesen.“ Schrittweise soll nun die in der Glasindustrie bereits im Einsatz befindliche Veredelungstechnologie auch auf die Bereiche Eisen- und Nichteisenmetallurgie überführt werden.

Der Industrieverein Sachsen 1828 e.V. ist eine Vereinigung der sächsischen Wirtschaft. Die 127 Mitglieder des Vereins sind Industrieunternehmen und industrienahe Gesellschaften, die mehr als 50.000 Arbeitsplätze in Sachsen sichern und einen jährlichen Umsatz von 15 Milliarden Euro erwirtschaften. Sie werden im Industrieverein Sachsen 1828 e.V. durch 261 Firmenvorstände und Geschäftsführer vertreten. Neben den „klassischen Unternehmen“ gehören auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu den Mitgliedern, darunter auch die TU Bergakademie Freiberg. Zusätzlich zum Förderpreis „Richard Hartmann“ vergibt der Verein regelmäßig Deutschlandstipendien an Studenten der Mitgliedshochschulen. Im Rahmen der gestrigen Festveranstaltung wurden 13 Deutschlandstipendien ausgereicht, darunter drei an Studierende der TU Bergakademie Freiberg.