Freiberger Campus begeistert Besucher

Mehrere tausend Besucher eroberten am 7. Juli den Campus zur ersten Freiberger „Nacht der Wissenschaft“. Das reichhaltige Programm rund um Wissenschaft, Technik und Kultur sorgte bis Mitternacht für Begeisterung. Über 300 Mitarbeiter, Studierende und Helfer präsentierten mit Ideenreichtum und Engagement das facettenreiche Gesicht der TU Bergakademie Freiberg.
„Die Resonanz war überwältigend“, freute sich Dr. Sabine Schellbach, Abteilungsleiterin Öffentlichkeitsarbeit, am Abend der gelungenen Premiere. „Unser Konzept, alle Altersgruppen mit vielfältigen Angeboten anzusprechen, ist voll aufgegangen. Ob Eltern mit ihren Kinder, ob Studierende oder Technikbegeisterte – alle zeigten sich sehr aufgeschlossen gegenüber den angebotenen Themen und machten enthusiastisch mit. Dies zeigt, dass es ein großes Interesse daran gibt, die Universität und ihre Arbeit näher kennen zu lernen. Vielen Dank an die über 300 Mitarbeiter, Studierende und Helfer, die mit ihrem Ideenreichtum und unermüdlichen Einsatz diesen Erfolg erst möglich gemacht haben. Was die beteiligten Institute auf die Beine gestellt haben, war wirklich großartig.“

Schon vor 18 Uhr drängten sich Kinder mit ihren Eltern, Schüler und Studenten, Freiberger und Gäste vor den einfallsreich und phantasievoll präsentierten Versuchen. David Neubert aus Obersaida probierte an der Experimentalstraße Chemie verschiedene Tinten für die Geheimschrift aus. „Mich interessieren generell die Naturwissenschaften, die Chemie vielleicht noch etwas mehr“, erklärt Schüler. “Ich finde es toll, dass man so vielfältige Dinge ausprobieren kann. Und dass uns im Anschluss auch von den Studenten erklärt wird, warum das so ist.“ Riesengroßer Andrang herrschte den ganzen Abend auch im Humboldt-Bau. Eifrig wurden dort von Besuchern Gipsabdrücke von Amoniten, Muscheln, Schnecken und Trilobiten angefertigt. Nadin Mehner aus Freiberg ließ sich einen Stein begutachten, den sie bei Straßenarbeiten gefunden hat. Prof. Christoph Breitkreuz nahm sich Zeit, der Achtjährigen den Fund zu begutachten: „Das ist was Künstliches. Die Struktur ist zu gleichmäßig und das Stück ist auch zu leicht für einen Stein“, erklärte. Gerade für „junge Forscher“ gab es ein reichhaltiges Angebot, um sie für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Kindervorlesungen, Experimente und Mitmach-Angebote sorgten dabei für großen Zuspruch.

So vielfältig wie die TU Bergakademie und ihre Mitarbeiter und Studierende, so zahlreich waren die Programmpunkte: Bei Führungen ließ sich der Campus als Lebensraum entdecken, im Institut für Tagebaukunde lud ein Radlader zum Fahren ein, das „racetech racing team“ ließ vor dem Haus Metallkunde die Motoren heulen und im Institut für Informatik konnte man virtuell über den Obermarkt laufen. Das Interesse riss bei den Neugierigen aller Generationen bis zum Schluss nicht ab. Den furiosen Abschluss der Campus-Nacht machten um kurz vor Mitternacht ein „Trommelfeuer“ auf der Großen Bühne vor dem Clemens-Winkler-Bau. Vor Hunderten Besuchern sorgte die gleichnamige Percussion-Gruppe für rhythmische Explosionen und riss die Zuhörer mit.

Der Campus klang nicht nur von den Stimmen der zahlreichen Besucher. Vor und in den Gebäuden spielten zahlreiche Bands auf. Von Jazz über Klassik, von Musical bis Blues war alles dabei. Für dramaturgische Momente sorgte das Mittelsächsische Theater mit Kurzinszenierungen auf der Bühne und in einem Theater-Bus.

Nach dem großen Zuspruch für diese Idee wird es auch im nächsten Jahr wieder ein Fest geben, bei dem das Hauptgebäude in der Altstadt im Zentrum stehen wird.

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Dr. Sabine Schellbach