Freiberger Absolvent erhält KlarText-Preis für verständliche Wissenschaftskommunikation

Ludwig Luthardt im Porträt. Foto: KTS/Nikola Haubner
Die Klaus Tschira Stiftung zeichnete am 10. Oktober sechs Nachwuchswissenschaftler/innen aus, die einen allgemein verständlichen Artikel über ihre Doktorarbeit geschrieben haben. Unter den Preisträgern ist auch ein Geologie-Absolvent der Technischen Universität Bergakademie Freiberg.

Dr. Ludwig Luthardt ist Jahrgang 1987 und stammt aus Eberswalde-Finow. Sein Studium der Geologie absolvierte er an der TU Bergakademie Freiberg. Hier promovierte er auch mit der Arbeit „Characterisation and reconstruction of a unique in situ preserved forest ecosystem of early Permian age“. In seinem Beitrag „Als Chemnitz am Äquator lag“ beschreibt der Freiberger Absolvent, wie er und seine Kollegen unter der Stadt in Sachsen auf einen fossilen Wald aus der Zeit des Perms, gestoßen sind. Dieser ermöglichte den Forschenden Einblicke in das tropische Leben der Region vor 291 Millionen Jahren. Dabei fanden sie sogar Hinweise auf die Aktivität der Sonne in jener Zeit.

Die Preisträger/innen des KlarText-Preises.Dr. Ludwig Luthardt gehört zu den insgesamt sechs Preisträgern, die von einer Jury aus Wissenschaftlern und Journalisten aus insgesamt 162 Bewerbern in den Kategorien Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften oder Physik ausgewählt wurden. Aufgabe für die Nachwuchswissenschaftler/innen war das Verfassen eines deutschsprachigen Artikels, der auch Nicht-Wissenschaftler ihre Forschungsarbeit verdeutlichen sollte.

„Der KlarText-Preis für Wissenschaftskommunikation ist ein besonderes Projekt der Klaus Tschira Stiftung, es war das erste eigene Projekt, das die Stiftung verwirklicht hat. Mit dem Preis wollte Klaus Tschira den Dialog zwischen Forschenden und der Öffentlichkeit vorantreiben. Das ist bis heute ein elementares Ziel der Stiftung in ihrem Wirken“, sagt Beate Spiegel, Geschäftsführerin der Klaus Tschira Stiftung.

Die Sieger können sich wie in den vergangenen Jahren über ein Preisgeld von je 5000 Euro freuen. Alle Bewerber lädt die Klaus Tschira Stiftung zudem zu einem zweitägigen Workshop Wissenschaftskommunikation nach Heidelberg ein. Die Siegerbeiträge erscheinen am Tag der Preisverleihung außerdem in einem Wissensmagazin, das der ZEIT beiliegt.

Die Bewerbungsrunde für KlarText 2020 beginnt Anfang Dezember 2019. Einsendeschluss für die Textbeiträge ist der 28. Februar 2020.

Weitere Informationen unter:

https://klartext-preis.de/meldungen/als-chemnitz-am-aequator-lag/

https://klartext-preis.de/

Ansprechpartner: 
Agnes Polewka, Klaus Tschira Stiftung, Tel.: +49-6221-533 114