Experten diskutieren über Herausforderungen der Energie- und Rohstoffwirtschaft

Am Abend der Eröffnungsveranstaltung war auch der Sächsische Staatsminister für
Im Jubiläumsjahr der TU Bergakademie Freiberg organisieren die beiden Wissenschaftsdisziplinen Bergbau und Markscheidewesen erstmals die Tagung „Bergbau, Energie und Rohstoffe“. Eröffnet wurde sie am 7. Oktober in Anwesenheit des Sächsischen Staatsministers für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

„Sachsens Bergbau ist eine Zukunftsbranche. Die jahrhundertealte Tradition bedeutet einen unschätzbaren Reichtum an Wissen und Erfahrung. Genau dies bietet große Entwicklungschancen auf den Märkten von heute und morgen. Man denke nur an die Energieversorgung, an die Wiederverwertung von Rohstoffen oder an die wachsende Rolle der Ressourcenschonung durch effizientere Nutzung oder Verarbeitung. Die Herstellung der Akzeptanz ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Dafür brauchen wir eine Diskussionskultur, die eine sachliche Abwägung aller Belange ermöglicht“, erklärte Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie stellvertretender Ministerpräsident des Freistaats Sachsen, in seinem Grußwort am Abend der Eröffnungsveranstaltung. Gerade im Hinblick auf die ausreichende und dauerhafte Versorgung der Industrienationen und der Schwellenländer mit Energie und Rohstoffen, sei es wichtig, diese Aufgaben und Herausforderungen fachübergreifend zu klären. Als Ressourcenuniversität der nachhaltigen Stoff- und Energiewirtschaft sei die TU Bergakademie Freiberg daher der ideale Ort für die Tagung „Bergbau, Energie und Rohstoffe“.

Die Veranstaltung ist eine Verbindung der 4. Tagung für Energie und Rohstoffe und des 7. Bergbaukolloquiums anlässlich des 250. Jubiläums der TU Bergakademie Freiberg. Vom 7. bis 9. Oktober diskutieren rund 220 Experten aus den Bereichen Energie, Bergbau, Geowissenschaften, Geotechnik, Markscheidewesen sowie Berg- und Energierecht über aktuelle technische und geowissenschaftliche Aspekte der Energie- und Rohstoffversorgung. Zu den Vortragsthemen zählen unter anderem der Abbau von Kupferschieferlagerstätten, Perspektiven der geothermischen Nutzung von Grubenwässern für das Freiberger Krankenhaus und die Anwendungsmöglichkeiten des Frackings innerhalb Deutschlands. Mit dem Bergbau, speziell dem Markscheidewesen, wird die Tagung um einen wichtigen Aspekt ergänzt.

„Auch wenn das Umfeld des Bergbaus in Deutschland komplizierter geworden ist und die Rahmenbedingungen nicht mehr mit denen vor 30 Jahren vergleichbar sind, wird und muss es auch zukünftig Bergbau in Deutschland geben“, erklärte Prof. Carsten Drebenstedt, Dekan der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau sowie Vorsitzender des Rings Deutscher Bergingenieure. Dafür müssen Themen wie die Umweltverträglichkeit des Bergbaus und die Gewährleistung der Bergbausicherheit in allen Stadien der Wertschöpfungskette von der Erkundung über die Planung und Instandhaltung bis hin zur Stilllegung und Nachsorge besprochen werden. So vermitteln die Freiberger Experten ihr Wissen auch in andere Länder und tragen zu einer weltweit nachhaltigen Ressourcengewinnung bei.

Organisiert wird die Tagung vom Institut für Bergbau und Spezialtiefbau, vom Institut für Markscheidewesen und Geodäsie der TU Bergakademie Freiberg, vom Deutschen Markscheider-Verein (DMV e. V.) und dem Ring Deutscher Bergingenieure (RDB e. V.). Sie steht unter der Schirmherrschaft von des Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel. 

Weitere Informationen:
Zur Tagung 

Die Eröffnung der Tagung "Bergbau, Energie und Rohstoffe" fand in der Alten Mens
Dekan der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau sowie Vorsitzen
Carsten Wedekind, Vorsitzender Deutscher Markscheider-Verein e.V., bei seinem Gr
Dr. Klaus Freytag, Präsident des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe
Prof. Bernhard Cramer, Präsident des Sächsischen Oberbergamtes, referierte ebenf
Auf dem Markscheiderabend im Tivoli klang der Eröffnungstag feierlich aus (c) Dr
Auf dem Markscheiderabend im Tivoli klang der Eröffnungstag feierlich aus (c) Dr