Erste Doppelpromotion mit der Silesian University of Technology

Promovendin Claudia Kawalla mit der polnischen Delegation
Am 14. Dezember schlossen der Lehrstuhl für Industriebetriebslehre, Produktionswirtschaft und Logistik (Fakultät 6) der TU Bergakademie Freiberg und das Institute of Production Engineering der Silesian University of Technology in Gliwice (Polen) die erste Doppelpromotion erfolgreich ab.

Die Promovendin Claudia Kawalla stellte ihre Forschungsarbeiten zur Entwicklung eines wertschöpfungsübergreifenden Qualitätsmanagements für innovative Konstruktionswerkstoffe vor. Im Detail ging es dabei um das Qualitätsmanagement entlang der gesamten Prozesskette der Gießwalzbanderzeugung der Magnesiumlegierung AZ31. Die Technologie der Gießwalzbanderzeugung wurde an der TU Bergakademie Freiberg entwickelt.

Das von Claudia Kawalla entwickelte Modell, das zur Analyse des Erzeugungsprozesses eingesetzt werden kann, dient der Qualitätssicherung unter Einbeziehung der speziellen Interessen der Automobilindustrie. Kernstück bildet unter anderem die Form des Dickenquerprofils des Gießwalzbandes. Es ist in Teilaspekten auf andere industrielle Produktionsprozesse zur Herstellung von neuen Konstruktionswerkstoffen übertragbar.

Die Arbeit ist an beiden Universitäten unter Beachtung der jeweiligen Anforderungen des existierenden Wissenschaftssystems angefertigt worden. Betreuer waren Prof. Michael Höck von der TU Bergakademie Freiberg (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften) und Prof. Mariusz Ligarski (Silesian University of Technology, Faculty of Organization and Management.

Die Verteidigung erfolgte an der TU Bergakademie Freiberg vor einer achtköpfigen polnischen und sechsköpfigen deutschen Kommission. Bei den vier Gutachtern wurden mit Professoren der University of Technology in Danzig und der AGH University of Technology in Krakau zwei externe Gutachter seitens der polnischen Kommission herangezogen.

Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Michael Höck, Tel.: 03731/39-2676